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Neuer Höchststand: Aus Angst vor einer Schuldenkrise flüchten Anleger in Gold

Neuer Höchststand

Aus Angst vor einer Schuldenkrise flüchten Anleger in Gold

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    Aus Angst vor einer Schuldenkrise flüchten Anleger in Gold
    Aus Angst vor einer Schuldenkrise flüchten Anleger in Gold

    Die weltweite Angst vor einer Schuldenkrise in den USA und Europa hat den Goldpreis auf ein Allzeithoch getrieben. Das Edelmetall sprang am Montag über die Marke von 1.700 Dollar (1.186 Euro) pro Feinunze (31 Gramm). Am frühen Morgen erreicht der Preis ein Hoch von 1.715 Dollar. Gegen 11 Uhr stand der Kurs in Frankfurt dann bei 1.708 Dollar. "Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord", beschreiben Experten der DekaBank die Lage am Goldmarkt.  Neben dem Goldpreis ist auch der Preis für Silber am Morgen stark gestiegen. Der Preis für die Feinunze Silber stieg um 1,39 Dollar die Unze auf 39,68 Dollar.

    Wachsende Gold-Märkte in Asien

    So groß die Nachfrage an Edelmetall derzeit etwa in Deutschland auch sei, vor allem wachse der Markt in Asien, sagte der Geschäftsführer des Münchner Goldhandelshauses pro aurum, Robert Hartmann. So sei China mittlerweile der größte Goldproduzent, doch das Reich der Mitte exportiere angesichts der großen Nachfrage im eigenen Land nicht mehr, sagte Hartmann. Seit Menschen dort in Gold investieren dürften, wachse die Zahl der Anleger. "Und dort leben eben auch sehr viele Menschen." Ähnliches gelte für Indien, wo Goldschmuck als Anlage sehr beliebt sei.

    Hierzulande bringe die rasant wachsende Nachfrage den Handel derzeit bereits an den Rand seiner Möglichkeiten. "Wir leben ein bisschen von der Hand in den Mund", sagte Hartmann. Goldhandel sei ein "physisches Geschäft", das Edelmetall müsse verfügbar sein. "Das müssen wir sicherstellen." Dennoch gebe es derzeit Wartezeiten, an manchen Tage gab es zuletzt sogar Schlangen vor der Münchner Filiale des wohl größten bankenunabhängigen Goldhändlers in Deutschland. "Als Unternehmen profitieren wir natürlich von der Situation."

    Gold und die Angst vor der Inflation

    Allerdings warnt Hartmann, den Run auf das Gold zu überschätzen. Gold biete vor allem langfristig Sicherheit. "Die Funktion ist eine Versicherung des Kapitals." Wer sich kurz- oder mittelfristig hohe Renditen verspreche, dem rate er von einer Investition in Gold ab.

    Fünf Fakten über Gold

    Das deutsche Wort "Gold" kommt von dem indogermanischen Begriff "ghel", was soviel wie glänzend oder gelb bedeutet.

    Gold dient seit seiner Entdeckung als Goldmünze oder Barrengold als Zahlungsmittel. Viele Zentralbanken haben das Edelmetall als Währungsreserve eingelagert. Der Goldstandart existiert aber nicht mehr.

    Der Goldpreis wird auf dem freien Markt festgelegt. Dies passiert seit dem 17. Jahrhundert am London Bullion Market.

    Gold ist eines der ersten Metalle überhaupt, das die Menschheit bearbeitet hat.

    Gerade weil Gold eigentlich wertlos aber selten ist, dient es zur Absicherung in Krisenzeiten wie diesen, in denen viele Länder wie Griechenland, Spanien, Irland, Portugal, Italien und die USA mit Schuldenkrisen zu kämpfen haben

    Wer Geld in Gold anlege, investiere in ein langfristiges Projekt - und die meisten Kunden handelten auch danach, unabhängig von Preisschwankungen. "95 Prozent bleiben investiert", so Hartmann.

    Trotz des Kundenansturms sei Gold in Deutschland aber noch kein "Volks-Investment". Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von pro aurum ergab, dass 8 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren Goldbarren, Goldmünzen, Silberbarren oder Silbermünzen besitzen. Gut 2 Prozent planen demnach in den kommenden sechs Monaten, Gold oder Silber als Geldanlage zu kaufen. "Das klingt zwar nicht so viel", sagte Hartmann. Doch gemessen an der Einwohnerzahl wäre das ein enormer Zuwachs, der den Handel vor enorme Herausforderungen stellen würde. dpa/AZ

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