Zwei Männer haben die Anschläge auf das schwedische Möbelhaus gestanden. Ihr Motiv war recht simpel.

Man kann bei Ikea wieder ohne Angst einkaufen: Die europaweite Anschlagsserie auf das schwedische Möbelhaus Ikea ist ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Dresden aufgeklärt. Zwei vor sechs Wochen in Polen festgenommene polnische Staatsbürger hätten sich zu den fünf Bombenanschlägen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Tschechien und Deutschland bekannt, teilte die Ermittlungsbehörde am Donnerstag mit.
In ihrem umfangreichen Geständnis gegenüber polnischen Ermittlern hätten sie als Motiv angegeben, aus einer finanziellen Notlage heraus versucht zu haben, von dem Möbelkonzern sechs Millionen Euro zu erpressen. Einen persönlichen oder wirtschaftlichen Bezug zu Ikea hätten sie nicht. Die Staatsanwaltschaft in Dresden will ihr Verfahren zu der Serie nun an die Staatsanwaltschaft im polnischen Wroclaw abgeben.
In Dresden waren bei der Explosion eines präparierten Weckers in der Küchenabteilung einer dortigen Ikea-Filiale im Juni zwei Menschen verletzt worden. Ende Mai waren zuvor im französischen Lille, im belgischen Gent und im niederländischen Eindhoven am selben Tag Wecker explodiert.
Außerdem evakuierte die Polizei Anfang September zwei Filialen des Möbelhauses in Prag, nachdem in der Nähe der einen Filiale eine Bombenattrape gefunden worden waren. Nach diesem Fall hatten die beiden mutmaßlichen Erpresser ihre Millionenforderung an den Möbelkonzern gerichtet und bei Nichtzahlung mit weiteren Anschlägen gedroht. afp
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren