Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2012 mit 8,1 Prozent deutlich langsamer als erwartet gewachsen. Es ist der geringste Anstieg seit fast drei Jahren.

Das teilte das Statistikamt in Peking mit. Die obersten Wirtschaftslenker hatten vor zwei Wochen noch mit 8,4 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gerechnet.
Das Statistikamt sprach von einem «gemäßigten schnellen Wachstum». Die Weltbank rechnet in China in diesem Jahr nur noch mit 8,2 Prozent Wachstum, erwartet aber 2013 wieder 8,6 Prozent. Gründe sind die geringere Nachfrage nach Exporten unter anderem im schuldengeplagten Europa, ein langsameres Wachstum des Konsums und der Investitionen.
Nach Angaben des Statistikamtes hat sich auch der überhitzte Immobilienmarkt in China abgekühlt. Die Transaktionen bei Apartments und Wohnhäusern fielen um 14 Prozent. Die Investitionen im Immobiliensektor stiegen im ersten Quartal nur noch um 23,5 Prozent oder 4,4 Prozentpunkte weniger als im ganzen vergangenen Jahr. Die städtischen Anlageinvestitionen insgesamt legten um 20,9 Prozent zu - 2,9 Prozent weniger als im Gesamtjahr 2011. dpa
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