Donnerstag, 23. Mai 2013

02. Mai 2012 13:28 Uhr

Arbeitslosigkeit in Europa

Deutschland gegen den Trend

Während in Deutschland die Erwerbslosenquote den niedrigsten Stand seit 21 Jahren erreicht, stöhnt der Rest der EU unter Rekord-Arbeitslosigkeit.

Während die Arbeitslosenquote in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit 21 Jahren ist, erreicht die Zahl der Erwerbslosen im Euro-Raum ein Rekordhoch.
Foto: Julian Stratenschulte

In Deutschland sank die Zahl der Erwerbslosen im April um 65.000 auf 2.963 000. Das waren 115.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,3 Prozent gelegen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Auf dem Arbeitsmarkt hält die positive Grundtendenz an, obwohl die Konjunktur zuletzt an Schwung verloren hat. Insbesondere die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen weiter deutlich im Plus."

Niedrigste Arbeitslosigkeit in Bayern seit 21 Jahren

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im April um fast 1. 300 oder 6,5 Prozent auf 249.500 gesunken - das ist der niedrigste Stand in einem April seit 1992. Binnen Jahresfrist ging die Arbeitslosigkeit damit um 4,9 Prozent zurück, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank von März auf April um 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei die anhaltend gute Konjunktur, erläuterte Behördenchef Ralf Holtzwart. "Jedoch ist die Arbeitskräftenachfrage im April gesunken, hier bleibt abzuwarten, wie sich die Stellenzugänge in den kommenden Monaten entwickeln."

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Rekordarbeitslosigkeit in der EU

Während am deutschen Arbeitsmarkt die Zeichen auf Entspannung stehen, kämpfen die anderen Euro-Länder mit Rekordarbeitslosigkeit. Im März hatten 17,36 Millionen Arbeitnehmer in den Euro-Ländern keine Stelle - ein neuer Negativrekord. Das geht aus Zahlen hervor, die die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg veröffentlichte. Die Arbeitslosenquote in den 17 Euro-Ländern betrug 10,9 Prozent - auch das war ein Höchstwert seit der Euro-Einführung. Zuletzt war die Lage am Arbeitsmarkt im Frühjahr 1997 ähnlich schlecht gewesen. Am schlimmsten ist die Situation derzeit im krisengeschüttelten Spanien. (dpa/lby/AZ)

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