Donnerstag, 23. Mai 2013

29. November 2011 08:06 Uhr

Negativer Bonitätsausblick

Fitch sieht Topbonität der USA in Gefahr

Die USA sind hoch verschuldet. Die Ratingagentur Fitch sieht nun die Kreditwürdigkeit der USA in Gefahr.

Die USA müssen wieder um ihr Image als guter Schuldner bangen. Diesmal schlägt die Ratingagentur Fitch Alarm. Foto: Jeff Kowalski dpa

Fitch hat den Bonitätsausblick der USA von "stabil" auf "negativ" herabgestuft. Damit könnte auch die Bewertung der USA in den kommenden zwei Jahren herabgestuft werden. Die Chancen dazu liegen bei etwas mehr als 50 Prozent. Dennoch bestätigte die Ratingagentur Fitch am Montag vorerst die Bewertung «AAA»  für US-Staatsanleihen. Aber Fitch sieht die Topnote für die Kreditwürdikeit der USA in Gefahr.

Negativer Ausblick für die USA-Bonität

Im August hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's der  US-Kreditwürdigkeit die Topnote entzogen. Nun droht auch Fitch  Washington damit, ernst zu machen. Nach dem Scheitern des  sogenannten Super-Komitees im Kongress schwinde zunehmend das  Vertrauen in die Fähigkeit der Politik, sich zu einer Sanierung des  Haushaltes durchzuringen, erklärte das Unternehmen. Bei der dritten  großen Ratingagentur Moody's steht die Top-Bonität der USA seit dem  Sommer ebenfalls mit einem negativen Ausblick auf dem Prüfstand.

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Die Staatsverschuldung der USA war zuletzt auf mehr als 15  Billionen Dollar (11,3 Billionen Euro) angewachsen, was rund 100  Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Im Sommer  war das Land nur knapp der Zahlungsunfähigkeit entgangen, weil  Demokraten und Republikaner im Kongress sich wochenlang über die  Anhebung der Schuldenobergrenze stritten. Ein überparteilicher  Kongressausschuss, der einen Plan zur Haushaltssanierung  ausarbeiten sollte, beendete seine Mission vergangene Woche ohne  Ergebnis.

Auch Bonitätsausblick Frankreichs in Gefahr

Die Ratingagentur Standard & Poor's  könnte den Bonitätsausblick Frankreichs einem französischen  Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Tagen von «stabil» auf  «negativ» herabstufen. Das berichtete die Tageszeitung «La Tribune»  am Montag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf  übereinstimmende Quellen. Einer der nicht genannten Quellen zufolge  sollte der Bonitätsausblick bereits am Freitag gesenkt werden, dies  sei aber aus unbekannten Gründen verschoben worden. Eine weitere  Quelle erklärte, die Ankündigung könnte innerhalb einer Woche oder  zehn Tagen erfolgen. Ein Sprecher der Ratingagentur sagte der  Nachrichtenagentur AFP, sein Unternehmen kommentiere keine  «Gerüchte».

In der vergangenen Woche hatten bereits die Ratingagenturen  Fitch und Moody's auf Gefahren für Frankreichs Top-Bonität AAA  hingewiesen. Standard & Poor's hatte die Kreditwürdigkeit  Frankreichs am 10. November irrtümlich herabgestuft und dies auf  einen technischen Fehler zurückgeführt. Die Falschmeldung, dass  Frankreich die Bestnote «AAA» verliert, hatte in Frankreich für  Empörung gesorgt. afp/AZ

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