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31. Januar 2009 16:08 Uhr

"Webseite kann Computer beschädigen"

Google-Panne verunsichert Internetnutzer weltweit

"Diese Website kann Ihren Computer beschädigen": Diese Behauptung wurde am Samstag weltweit den Nutzern der Suchmaschine Google angezeigt. Ein Schuldiger für den internationalen Fehlalarm ist inzwischen gefunden. Von Sascha Borowski Von Sascha Borowski,

Von Sascha Borowski, Augsburg

"Diese Website kann Ihren Computer beschädigen": Diese Behauptung wurde am Samstagnachmittag unzähligen Nutzern der Suchmaschine Google angezeigt, wenn sie eine Seite suchten. Der falsche Generalalarm sorgte für gehörigen Wirbel.

Google ist die bekannteste und mit einem Marktanteil von rund 65 Prozent meistverbreitete Suchmaschine der Welt. Abermillionen Anfragen nach Stichworten verarbeitet die Suchmaschine jede Stunde - um anschließend die mehr oder minder passenden Internetadressen als Treffer anzuzeigen.

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Am Samstagnachmittag allerdings sorgte Google mehr für Verunsicherung als für passende Treffer. Denn alle Ergebnisse, die die Suchmaschine ausspuckte, waren mit einer Warnmeldung versehen: "Diese Webseite kann Ihren Computer beschädigen", hieß es direkt unter den einzelnen Suchtreffern. Ähnlich in anderen Ländern: "This site may harm your computer", wurde englischsprachigen Nutzern der Suchmaschine versichert.

Wer sich davon nicht beirren ließ und die gewünschte Seite trotzdem klickte, wurde direkt auf "http://www.google.de/interstitial" und damit eine Warnungsseite umgeleitet. Auch hier behauptete Google, beim Besuch der gewünschten Seite drohe Gefahr durch schädliche Programme (so genannte Malware) - und blockte den Zutritt kurzerhand.

Der kuriose Internet-Alarm, der offensichtlich alle von Google indizierten Internetseiten in falschen Verdacht brachte und weltweit für Wirbel sorgte, wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Etwa gegen 16.15 Uhr funktionierte Google wieder so wie gewohnt.

Der Grund für die Panne blieb anfangs unklar. Zunächst wurde ein Ausfall bei stopbadware.org nicht ausgeschlossen, einer Organisation, mit der Google seit längeren zusammenarbeitet, um Internetnutzer vor dem Besuch gefährlicher oder schädlicher Webseiten zu warnen.

Inzwischen scheint allerdings der wahre Schuldige gefunden. Menschliches Versagen soll nämlich die Ursache für den Zwischenfall gewesen sein. Im offiziellen Google-Blog räumt das Unternehmen die Panne ein und spricht von einem "menschlichen Fehler". Google habe von stopbadware.org eine neue Liste mit gefährlichen Internetseiten bekommen. Durch die Einspielung dieser Liste seien versehentlich alle Internetseiten, die von Google indiziert sind, als "gefährlich" gekennzeichnet worden. Und das sind viele Milliarden.

Letztlich habe die Panne rund 40 Minuten gedauert, dann sei der Fehler gefunden und behoben gewesen, heißt es im Google-Blog weiter.

Hohn und Spott war dem Suchmaschinen-Giganten trotzdem sicher. In Blogs und Foren machten sich Internetnutzer vielerorts über die Panne lustig. "Dass Google ein Virus ist, wusste ich schon immer", ätzte etwa ein Nutzer in unserem Forum.

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