Das Auto volltanken und dabei auch noch was für die Umwelt tun. Das versprechen sich Experten vom neuen E-10-Kraftstoff. Ein Test hat nun allerdings bewiesen, dass der Verbrauch erheblich steigt.

"Mehr Bio im Benzin", mit diesem Slogan wirbt das Bundesumweltministerium für den neuen Öko-Sprit E10. Ein Verbrauchertest der AutoBild hat nun allerdings ergeben, dass dieser Spruch hinkt. Denn der Verbrauch stieg deutlich an.
Das Magazin testete den Verbrauch bei einem VW Golf 1.4 TSI (Turbomotor, 122 PS). Das Auto schluckte bei Vollgas mindestens 1,2 Liter mehr im E10-Betrieb als mit konventionellem Superbenzin (95 Oktan). Auch in der Stadt und auf Landstraßen stieg der Spritdurst beim Einsatz des Bio-Benzins um rund fünf Prozent. Bei Konstantfahrt mit Tempo 140 km/h erhöht sich der Verbrauch ebenfalls um drei Prozent.
Grund für den Mehrverbrauch sei nach Angeben der AutoSport der schlechtere Heizwert des Öko-Sprits. Er gibt an, wie viel Energie sich aus jedem Gramm Kraftstoff herauskitzeln lässt. Benzin hat hier physikalische Vorteile und verbrennt über 30 Prozent effizienter als Ethanol.
Was ist E10-Benzin eigentlich? Das "E" steht für Ethanol. Die Zahl "10" signalisiert, dass der Anteil von Bio-Ethanol in der neuen Kraftstoffsorte bei bis zu zehn Prozent liegt. Bislang wurden lediglich fünf Prozent Ethanol beigemischt. AZ
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