Die Fastfoodkette McDonald's will vorerst kein Fleisch mehr von Wiesenhof verwenden, obwohl die Hygienemängel scheinbar behoben wurden.
Die Fastfood-Kette McDonald's will vorerst keine Produkte mehr von Wiesenhof verwenden. McDonald's hat einen Abnahmestopp für Fleisch des großen Geflügelproduzenten verhängt. «Wir haben unsere Lieferanten angewiesen, kein Fleisch mehr bei Wiesenhof zu beziehen», sagte ein McDonald's-Sprecher der Süddeutschen Zeitung. Er begründete die Entscheidung mit der zwischenzeitlichen Schließung einer Wiesenhof-Schlachterei in Sachen-Anhalt.
Die Behörden hatten dort Hygienemängel beanstandet. Kontrolleure hatten die Produktion im Schlacht- und Zerlegebetrieb in Möckern aufgrund von Mängeln zunächst einmal stillgelegt. Was genau beanstandet wurde, ist nicht bekannt. Bei einer Routinekontrolle bei dem Geflügelproduzenten hatte es Ende Februar Beanstandungen gegeben. Nach Vor-Ort-Kontrollen mehrerer Veterinäre sei der Geschäftsführung eine entsprechende Verfügung übermittelt worden, so der Landkreis Jerichower Land.
Die Mängel sollen mittlerweile wieder behoben sein, der Geflügel-Schlachthof Wiesenhof darf wieder produzieren. «Die Begehung hat ergeben, dass sich der Bereich in einem einwand- und beanstandungsfreien Zustand befindet», erklärte der Landkreissprecher. Man gehe nicht davon aus, dass Geflügel in den Handel gelangt sei, das für den Verbraucher schädlich sein könnte.
Der Abnahmestopp von McDonald's ist nach Angaben eines Sprechers befristet. «Wir wollen Wiesenhof Zeit geben, die Vorfälle aufzuklären», sagte er der Zeitung. Bei eigenen Kontrollen seien nie Hygienemängel bei Fleisch von Wiesenhof aufgetreten. Allerdings solle ein Imageschaden für McDonald's durch die Vorwürfe gegen Wiesenhof vermieden werden. Die Imbisskette bezieht nach eigenen Angaben drei Prozent ihres Geflügelfleischs von Wiesenhof. Ein Sprecher von Wiesenhof wollte den Abnahmestopp auf Anfrage der Zeitung nicht bestätigen. afp, dpa
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren