Die am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen zeigen, dass Opel noch nicht wieder zurück in die Gewinnspur gefunden hat. Die Zahlen geben aber auch Anlass zur Hoffnung.

Die Schwäche des deutschen Autobauers Opel treibt dem Mutterkonzern General Motors Sorgenfalten auf die Stirn. Auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres drückte Opel den Gewinn des Mutterkonzerns General Motors (GM). Die Verluste des US-Autobauers im Europageschäft waren den am Donnerstag in Detroit veröffentlichten Quartalszahlen zufolge mit 256 Millionen Dollar (195 Millionen Euro) jedoch geringer als befürchtet.
Der Konzerngewinn belief sich im ersten Quartal auf insgesamt eine Milliarde Dollar, wie GM mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte GM noch 3,15 Milliarden Dollar eingenommen. Die wirtschaftliche Erholung in den USA, eine Rekordnachfrage in China und das weltweite Wachstum der Marke Chevrolet hätten zu den «soliden Ergebnissen» geführt, erklärte GM-Chef Dan Akerson. «Aber in Europa bleibt noch viel zu tun.» Akerson kündigte an, dass GM «am Umsatz und an den Kosten» arbeiten werde, um in Europa «wettbewerbsfähig und rentabel» zu werden.
Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall sind die Sorgenkinder des größten Autobauers der Welt. Was die Spekulationen über mögliche Werksschließungen in Europa betrifft, versicherte GM-Finanzchef Dan Amman im TV-Sender CNBC, dass der Konzern keine radikalen Maßnahmen plane, sondern «eine Serie von Fortschritten». Allerdings sagte Amman, sei es noch «zu früh», um zu sagen, ob der Konzern die Talsohle in Europa durchschritten habe.
»Wir müssen besser werden», sagte auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke in einer auf Englisch gehaltenen Telefonkonferenz mit Journalisten. Nach Schwierigkeiten im Januar und Februar könne die Rüsselsheimer GM-Tochter für März aber einen «sehr guten Marktanteil» vorweisen. «Wir werden einen neuen Plan für das Unternehmen vorlegen, wir werden liefern und unsere Hausaufgaben machen», sagte Stracke. Der Opel-Chef bekräftigte dabei, dass sich das Unternehmen an die Vereinbarung mit der Arbeitnehmerseite halten werde, bis 2014 keine Werksschließungen vorzunehmen. (AFP/AZ)
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