Mit dem dioxinähnlichen Gift PBC belastete Bio-Eier aus Westfalen sind auch nach Baden-Württemberg gekommen. Inzwischen sind aber keine belasteten Eier mehr auf dem Markt, wie das Verbraucherministerium in Stuttgart mitteilte.
Belastete Eier an Gastronomie verkauft
Bis Dienstag seien wöchentlich rund 4000 Eier von einem Hof in Ostwestfalen an einen Händler im Regierungsbezirk Tübingen geliefert worden. Die Eier seien fast ausschließlich an die Gastronomie weiterverkauft worden.
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Dioxine in Eiern: Ein Rätsel
"Die nach Baden-Württemberg gelieferten und noch nicht verwendeten Eier wurden nach Angaben des Händlers vernichtet", teilte das Ministerium mit. 150 bis 250 Eier pro Woche seien aber auch im freien Handel verkauft worden. Da die Mindesthaltbarkeit aber abgelaufen sei, müsse man nicht handeln.
PBC in Bio-Eiern
Die nordrhein-westfälischen Behörden rätseln nach wie vor, wie die Dioxine und das dioxin-ähnliche PCB in die Bio-Eier von drei Erzeugern gekommen sind. Sämtliche Futterproben waren bislang negativ. In dieser Woche sollen die Untersuchungsergebnisse von Boden- und Wasserproben Klarheit über die Ursachen bringen.
Nach dem Fund der dioxinähnlichen Gift PBC belastete Bio-Eier eines ostwestfälischen Legehennen-Betriebs müssen unterdessen rund 700.000 Bio-Eier vernichtet werden.
Eier haben sich angesammelt
Diese Eier hätten sich seit Sperrung des Hofs Anfang April angesammelt, sagte eine Sprecherin des Kreises Minden-Lübbecke am Dienstag. Die belasteten Eier sind derzeit in versiegelten Räumen gelagert und sollen in dieser Woche entsorgt werden. (dpa, afp, AZ)
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GIFTÖL: Mehr als 1200 Menschen starben 1981, nachdem sie gepanschtes spanisches Speiseöl zu sich nahmen. Das Rapsöl, das in Frankreich zu industriellen Zwecken hergestellt worden war, wurde in Spanien als Speiseöl verkauft. Mehr als 20.000 Menschen erlitten Vergiftungen durch das Öl, das mit Anilin verseucht war. Nach dem Skandal brachen die Verkaufszahlen für Olivenöl drastisch ein und erholten sich erst zwei Jahre später wieder.
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BSE: Die Rinderseuche BSE wurde 1986 erstmals bei Kühen in Großbritannien nachgewiesen und breitete sich in ganz Europa aus. Auf dem Höhepunkt der Krise verhängte die Europäische Union 1996 ein Exportverbot für britisches Rindfleisch. Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zur neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann. Durch die Krankheit, an der in Großbritannien 170 Menschen starben, wird das Gehirn nach und nach wie ein Schwamm durchlöchert.
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DIOXINHÜHNCHEN: 1999 wurde das krebserregende Dioxin in belgischem Hühnerfutter nachgewiesen. Geflügel und Eier aus belgischer Produktion wurden europaweit aus den Ladenregalen verbannt, was die Geflügelindustrie in eine schwere Krise stürzte. Belgien führte daraufhin ein Frühwarnsystem für verunreinigte Futtermittel ein. Als Konsequenz aus dem Skandal wandten sich viele Verbraucher von Eiern und Geflügel aus Massentierhaltung ab.
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VOGELGRIPPE: Vier Jahre nach dem Dioxinskandal ging erneut die Angst vor Geflügelfleisch um. Verantwortlich war die Vogelgrippe, die 2003 in Asien auftrat. Das H5N1-Virus, das die Krankheit auslöst, befällt vor allem Vögel, kann aber auch auf den Menschen übertragen werden und schwere Atemwegsinfektionen auslösen. Mehr als 240 Menschen starben an der Krankheit.
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EHEC: Nach den großen Fleischskandalen ist es nun Gemüse, das für die Verbreitung des lebensgefährlichen Darmkeims EHEC verantwortlich gemacht wird. Zunächst galten spanische Gurken als Quelle des Keims. Inzwischen werden die Erreger in Sprossen, also Gemüsekeimlingen, vermutet. Allein in Deutschland starben bislang mehr als zwanzig Menschen an der EHEC-Epidemie.
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