Die Idee klingt verlockend: Mit einem Tastendruck öffnet sich die Garage, das Licht im Haus geht an. Drinnen ist es angenehm warm. Kein Wunder, die Heizung wurde schon vom Büro aus programmiert. Ein Tastendruck per Handy genügt. Es sind Visionen, die seit Jahren immer wieder diskutiert werden - vor allem auf Messen wie der IFA.
In der Garage wird das Auto aufgetankt
Auch dieses Jahr ist es wieder so weit. Im "E-Haus" wird dargestellt, wie Unterhaltungselektronik, Hausgeräte, Beleuchtung und Heizung synchronisiert werden können. Gesteuert wird die Haustechnik über Fernbedienung, PC und Handys der neuen Generation (Smartphones). In der Garage kann zudem das Elektroauto aufgetankt werden - mit Strom, der aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach stammt. Bisher ist das jedoch reine Zukunftsmusik.
Beim Haushaltsgeräte-Hersteller Miele versucht man sich langsam an die Idee heranzutasten. Per iPhone soll der Kunde ab Frühjahr 2011 seine Miele-Geräte kontrollieren können - selbst wenn er nicht zu Hause ist. Ist der Trockner schon fertig? Und habe ich vergessen, die Herdplatte auszuschalten? Falls ja, kann das per Knopfdruck erledigt werden. Geräte von unterwegs aus zu programmieren, ist aber nicht geplant, sagt Kathrin Seckelmann.
Waschmaschinen erkennen, wann der Strom günstig ist
Außerdem soll die Waschmaschine, ebenso wie der Trockner, bei Miele von selbst Strom sparen. Der Kunde braucht dafür eine Box und Module, über die der Stromanbieter einspeist, zu welcher Tageszeit er welchen Preis anbietet. Waschmaschine und Trockner, die untereinander vernetzt sind, erkennen dann, wann Strom am wenigsten kostet. Jährlich lassen sich so 20 Euro pro Gerät sparen, sagt Michael Prempert von Miele. 500 Euro soll die Box kosten, die für das System nötig ist, der Trockner mit neuer Technologie 300 Euro mehr als sonst. Bei Miele glaubt man, dass die Idee funktionieren kann - und prüft bereits, wie sich der Geschirrspüler in das System integrieren lässt. Sonja Krell
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