Samstag, 18. Mai 2013

17. November 2011 08:36 Uhr

Washington

US-Staatsverschuldung übersteigt 15 Billionen Dollar

Die Staatsverschuldung der USA  ist auf mehr als 15 Billionen Dollar (rund elf Billionen Euro) angestiegen.

Brennender Dollarschein. dpa

Wie das Finanzministerium in Washington am Mittwoch  (Ortszeit) mitteilte, lag das Haushaltsdefizit am Dienstag bei gut  15.033 Milliarden Dollar und damit um 55,8 Milliarden Dollar höher  als noch am Vortag. Der Betrag entspricht 99 Prozent des  Bruttoinlandsprodukts der USA und war vom Weißen Haus für das  gesamte Jahr 2011 einkalkuliert worden.

Republikaner empört

ANZEIGE

Bei den Republikanern riefen die Zahlen Empörung hervor - sie  machten die Regierung von Präsident Barack Obama für die hohe  Verschuldung verantwortlich. «Die Zahl markiert einen schändlichen  Tag in der amerikanischen Geschichte», erklärte der  Haushaltsexperte Paul Ryan im Kurznachrichtendienst Twitter. Der  Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2012,  Rick Perry, verurteilte «die sozialistische Politik Obamas, die das  Land ruiniert». Der Senator Mitch McConnell sagte, die USA glichen  zunehmend dem verschuldeten Griechenland.

US-Staatsverschuldung explodiert

Eine sogenannte Superkommission, die im August im Zuge einer  Einigung zwischen Republikanern und Demokraten zur Anhebung der  Schuldengrenze ins Leben gerufen worden war, soll bis zum 23.  November Einsparmöglichkeiten in den kommenden zehn Jahren in Höhe  von 1200 Milliarden Dollar finden. Gelingt dies nicht rechtzeitig,  werden automatisch 1200 Dollar im Budget gekürzt. Der  Internationale Währungsfonds schätzt, dass die Verschuldung der USA  am Jahresende hundert Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt. Im  Jahr 2012 wird sie demnach bei 105 Prozent und im Jahr 2016 bei 115  Prozent liegen. AFP

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren



Aktuelle Börsenkurse


Neu in den Foren

Wirtschaftsschaufenster