Donnerstag, 23. Oktober 2014

14. Dezember 2012 17:45 Uhr

Handel

Vater des Strichcodes gestorben

Dieser Mann hat dem modernen Einzelhandel seinen Stempel aufgedrückt: Von N. Joseph Woodland stammt die erste Idee für einen Strichcode zur Kennzeichnung von Waren. Woodland starb am vergangenen Wochenende im Alter von 91 Jahren, wie die «New York Times» am Freitag unter Berufung auf seine Familie berichtete.

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Der heute bekannte Strichcode mit den geraden Linien wurde erst Anfang der 70er Jahre bei IBM erfunden - wo zu diesem Zeitpunkt auch Woodland arbeitete. Foto: Oliver Berg / Archi dpa

Die Idee für den Strichcode kam Woodland am Strand, wie es im Nachruf der «New York Times» heißt. Er dachte in den 40er Jahren auf Anregung eines Supermarkt-Managers über ein System zur Speicherung von Waren-Informationen nach. Dabei fiel ihm der Morse-Code ein - nur eben mit dickeren und dünneren Streifen statt der Punkte und Striche. Er fuhr dann mit seinen Fingern durch den Sand: Der Strichcode war geboren. Die erste Version war allerdings kreisrund, damit die Ausrichtung der Verpackung keine Rolle spielte.

Die Erfindung, die Woodland zusammen mit seinem Studienfreund Bernard Silver ausarbeitete, war allerdings ihrer Zeit voraus und machte die beiden nicht reich. Ein Problem war unter anderem die Technik zum Einlesen der Strichcodes, die damals noch extrem helle Lampen erfordert hätte. So verkauften die Entwickler ihre Technologie für nur 15 000 Dollar.

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Der heute bekannte Strichcode mit den geraden Linien wurde erst Anfang der 70er Jahre bei IBM erfunden - wo zu diesem Zeitpunkt auch Woodland arbeitete. (dpa)

Nachruf der «New York Times»

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