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Umlagerung gestoppt: Verrostete Atommüll-Fässer in Brunsbüttel entdeckt

Umlagerung gestoppt

Verrostete Atommüll-Fässer in Brunsbüttel entdeckt

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    Verrostete Fässer mit Atommüll wurden im Feststofflager des Kernkraftwerks Brunsbüttel entdeckt.
    Verrostete Fässer mit Atommüll wurden im Feststofflager des Kernkraftwerks Brunsbüttel entdeckt. Foto: Gehrmann;Dr. Wolf (mjgi)

    Die verrosteten Fässer waren im Feststofflager des Kernkraftwerks Brunsbüttel entdeckt worden. Die Atomaufsicht in Kiel stoppte daraufhin die Umlagerung der Atommüllfässer in Gusscontainer.

    Wichtig sei zunächst, dass keine unzulässige Radioaktivität freigesetzt wurde und keine Gefahr für Mitarbeiter und Anwohner bestehe, sagte der für die Atomaufsicht zuständige Justizminister Emil Schmalfuß bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Kiel. Er kritisierte, dass der Energiekonzern Vattenfall die Atomaufsicht über die vom TÜV Nord festgestellten verrosteten Fässer nicht informiert habe.

    Problem nur in Brunsbüttel? Das ist noch unklar

    Diese Atomkraftwerke werden in Deutschland betrieben

    Wo stehen welche Atomkraftwerke in Deutschland, wer betreibt sie und wann werden oder wurden sie abgeschaltet? Eine Übersicht:

    Das Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein wird von E.ON betrieben. Baubeginn war im Januar 1976, im kommerziellen Betrieb ist das AKW seit Dezember 1986. Brockdorf ist ein Druckwasserreaktor und soll 2021 abgeschaltet werden.

    Das Kernkraftwerk Isar liegt nahe Landshut und wird von E.ON betrieben. Isar/Ohu 1 ist ein Siedewasserreaktor. Bauzeit war von 1972 bis 1979. Isar/Ohu 2 ist ein Druckwasserreaktor und ging nach sechsjähriger Bauzeit im April 1988 ans Netz. Isar 2 soll im Jahr 2022 abgeschaltet werden. Der Atommeiler Isar 1 wurde bereits im August 2011 vom Netz genommen.

    Das Atomkraftwerk Philippsburg steht im Landkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg). Betreiberin ist die EnBW. Philippsburg 2, ein Druckwasserreaktor, ging nach achtjähriger Bauzeit 1985 in den kommerziellen Betrieb, der Siedewasserreaktor Philippsburg 1 im Jahr 1980. 2011 wurde Philippsburg 1 vom Netz genommen.

    Das Kernkraftwerk Grohnde (KWG) ist ein Druckwasserreaktor und steht im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Betreiben wird es von der Firma E.ON. Baubeginn für Grohnde war im Jahr 1986, Betriebsstart 1985, Ende soll 2021 sein.

    Das Kernkraftwerk Emsland in Niedersachsen wird von RWE betrieben. Es wurde in den Jahren 1982 bis 1988 gebaut. In Betrieb bleiben soll der Druckwasserrreaktor bis zum Jahr 2022.

    Das Atomkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg wird von enBW betrieben. Es hat zwei Druckwasserreaktoren, von denen derzeit noch einer in Betrieb ist. Neckarwestheim II soll als eines der letzten deutschen AKW 2022 vom Netz gehen.

    Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld liegt südlich von Schweinfurt am Main. Baubeginn für Grafenrheinfeld war 1974, die Inbetriebnahme war 1981. Das Atomkraftwerk wird von der E.ON Kernkraft GmbH betrieben und wurde 2015 abgeschaltet.

    Gundremmingen B und Gundremmingen C im Landkreis Günzburg sind zusammen das leistungsfähigste Atomkraftwerk Deutschlands. Betrieben werden die Siedewasserreaktoren von der RWE. Baubeginn war im Jahr 1976, Gundremmingen B ging 1984 ans Netz, Gundremmingen C ein Jahr später. Block B soll spätestens 2017 vom Netz gehen, Block C spätestens im Jahr 2021.

    Wie viele Fässer es insgesamt gibt und wie viele davon verrostet sind, konnte der Politiker nicht sagen. Unklar blieb zunächst auch, ob das Problem nur in Brunsbüttel besteht oder ob auch andere Atomkraftwerke betroffen sind.

    In dem Lager in Brunsbüttel wurden der Atommüll seit 1981 aufbewahrt. Entdeckt wurden die verrosteten Behälter bei einer Routinekontrolle durch den TÜV. AZ, dpa

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