Samstag, 25. Mai 2013

02. Mai 2012 07:50 Uhr

Tarifstreit

Warnstreiks der IG Metall auch in Bayern

Am Mittwoch gibt es in der Metallindustrie in Bayern erste Warnstreiks. Die Gewerkschaft IG Metall will damit ihren Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn Nachdruck verleihen.

Die IG Metall erhöht den Druck im Tarifstreit: Seit dem frühen Morgen läuft in Bayern der erste große Warnstreik-Tag im Metall-Tarifkonflikt. In der Früh legten zuerst die 180 Beschäftigte des Autozulieferers Faurecia im niederbayerischen Geiselhöring die Arbeit nieder. Zehntausende werden in den kommenden Tagen noch folgen.

Der erste große Warnstreik-Tag in der bayerischen Metallindustrie hat begonnen. "Die gesamte Frühschicht macht mit. Die Belegschaft hat sich mit Trillerpfeifen und Plakaten vor dem Firmengelände versammelt", sagte die zweite Bevollmächtigte der IG Metall Landshut, Birgit von Garrel. Die Faurecia-Mitarbeiter hätten auch die geplante Schließung der Firma 2014 im Hinterkopf. "Hier geht es also auch um die Höhe der Abfindung", sagte von Garrel.

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Insgesamt ruft die Gewerkschaft am Mittwoch bei 17 Betrieben zu Aktionen auf, am Vormittag sollten unter anderem bei MAN in München oder Renk in Augsburg Arbeitsniederlegungen folgen. Schwerpunkte sind der Raum München, Schwaben und Niederbayern. Mit den Aktionen will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in der stockenden Tarifrunde erhöhen. Die Arbeitgeber hatten die Gewerkschaft wegen der angekündigten massiven Warnstreiks bereits heftig kritisiert.

IG-Metall droht mit Ausweitung der Streiks

Am Donnerstag will die Gewerkschaft trotzdem noch eine Schippe drauf legen: Dann soll es bereits in mehr als 80 Betrieben bayernweit Aktionen geben. Daran dürften sich landesweit zehntausende Metaller beteiligen, auch bundesweit ruft die IG Metall zu zahlreichen Aktionen, Warnstreiks und Demonstrationen auf.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 755 000 Beschäftigten in Bayern 6,5 Prozent mehr Geld, die Übernahme aller Auszubildenden und die Beschränkung der Leiharbeit. Die Arbeitgeber boten hingegen nur 3 Prozent mehr Geld für 14 Monate - für die IG Metall eine Provokation, wie der bayerische IG Metall Chef Jürgen Wechsler betont.

Eine rasche Annäherung ist vorerst nicht zu erwarten, in Bayern steht die nächste Verhandlungsrunde erst am 10. Mai an. Nach Ansicht der Arbeitgeber spiegelt das Angebot von 3 Prozent mehr Lohn die Lage der Branche wider. Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie habe sich merklich abgekühlt. (dpa/lby/AZ)

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