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31. Januar 2012 10:04 Uhr

Arbeitsmarkt

Wieder über drei Millionen Arbeitslose in Deutschland

In Deutschland gibt es wieder über drei Millionen Arbeitslose. Das gab die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag bekannt. Auch in Bayern stieg die Zahl der Jobsuchenden.

Heute wurden die Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben.
Foto: dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland stieg demnach im Januar um 302 000 auf 3,082 Millionen. Das waren 264 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Punkte auf 7,3 Prozent.

In Bayern stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 51 860 auf über 280 000. Die Zahlen seien aber allein auf die Witterungseinflüsse im Winter zurückzuführen. Im Vergleich zum Januar 2010 sank die Zahl der Arbeitslosen um 39 959.

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Arbeitslosenquote in Bayern auf Rekordniveau

Wie Behördenchef Ralf Holtzwart sagte, registrierte die Regionaldirektion den niedrigsten Arbeitslosenstand in einem Januar seit 20 Jahren. «Die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,2 Prozent weiter auf Rekordniveau», ergänzte er. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 4,8 Prozent gelegen.

Nach Einschätzung von Fachleuten hat der starke Anstieg der Erwerbslosenzahl zum Jahresauftakt allein saisonale Gründe. Zum einen ruhe in den frostigen Wintermonaten vielerorts auf dem Bau, in der Landwirtschaft und in Gärtnereien die Arbeit. Zum anderen streiche der Handel nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts wieder Stellen. Auch andere befristete Arbeitsverträge endeten häufig am Jahresende, dieser Umstand lasse vorübergehend die Arbeitslosigkeit steigen.

Deutlich geringerer Anstieg der Arbeitslosenzahlen

In den Augen der von dpa befragten Konjunkturforscher und Bankenvolkswirte fällt der saisonale Anstieg in diesem Jahr dennoch deutlich geringer aus als in den Vorjahren. «Das liegt zum einen an dem vergleichsweise milden Winterwetter im Januar», erläutert Allianz-Arbeitsmarktexperte Rolf Schneider. «Zum anderen deutet sich an, dass die Konjunktur zum Jahresbeginn besser läuft als zunächst gedacht. Viele Unternehmen sind inzwischen wieder zuversichtlicher.»

In guter Verfassung sieht derzeit auch der Experte des Münchner ifo-Instituts, Steffen Henzel, den Stellenmarkt: «Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigt, dass die Unternehmen recht positiv in die Zukunft schauen. Das sollte sich auch auf dem Arbeitsmarkt auswirken.» Nach Einschätzung von Hypovereinsbank-Volkswirt Alexander Koch profitiert der Arbeitsmarkt derzeit auch von der wachsenden Überalterung der deutschen Gesellschaft. Dadurch sinke die Zahl der Menschen im erwerbstätigen Alter pro Jahr um 100 000 bis 150 000. Entsprechend weniger würden arbeitslos.

Auf jeden Fall sind nach Bundesagentur-Angaben die Jobchancen von Arbeitslosen schon lange nicht mehr so gut wie zum Jahresbeginn. Denn schon lange nicht mehr habe es so viele freie Stellen gegeben, berichtete die BA am Montag. dpa

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Arbeitslose | Arbeitsmarkt




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