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Lariam: ARD-Magazin: Soldaten bekommen umstrittenes Malaria-Mittel

Lariam

ARD-Magazin: Soldaten bekommen umstrittenes Malaria-Mittel

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    Soldaten einer deutschen  Fallschirmjäger-Patrouille in Kundus (Archivfoto vom 01.10.2008).
    Soldaten einer deutschen Fallschirmjäger-Patrouille in Kundus (Archivfoto vom 01.10.2008). Foto: dpa

    Lariam könne das zentrale  Nervensystem beeinträchtigen und unter anderem Psychosen, Angst,  Halluzinationen, Panikattacken oder Depressionen auslösen,  berichtete das ARD-Magazin "Kontraste" am Donnerstagabend. Doch das  Sanitätspersonal der Bundeswehr klärt dem Bericht zufolge häufig  nicht über diese besonderen Nebenwirkungen auf.

    "Das Einzige, was mir gesagt wurde, war, dass man sich ein, zwei  Tage sehr elend fühlt und sozusagen die Symptome eines grippalen  Infekts auftreten würden", sagte ein Soldat im Gespräch mit  "Kontraste". Von psychischen Nebenwirkungen habe das medizinische  Personal nie gesprochen.

    "Das Risiko, Lariam weiter zu verwenden, ist zu hoch"

    In der US-Armee wird Lariam mit Selbstmorden in Verbindung  gebracht. Jeder Vierte leide nach der Einnahme unter  neuropsychischen Nebenwirkungen, sagte die Armee-Psychiaterin  Elsbeth Rithie dem Magazin. "Das Risiko, Lariam weiter zu  verwenden, ist zu hoch. Es gab einfach zu viele Vorfälle, als dass  man es Soldaten mit ruhigem Gewissen geben könnte." Dem Bericht  zufolge besteht auch bei dem Soldaten Robert Bales, der im März in  Afghanistan 17 Zivilisten tötete, der Verdacht, dass er unter  Lariam stand.

    Die norwegische Armee gibt das Medikament dem Bericht zufolge  bereits seit 2010 nicht mehr aus. In der niederländischen Armee  wird Lariam nur noch in Ausnahmefällen verabreicht. afp

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