Sie tummeln und vermehren sich in Warmwasserleitungen oder auch in Klimaanlagen und Whirlpools, die wenig benutzt werden: Legionellen. Horst Köhler von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Werne rät vor allem Hotelgästen, gewisse Vorkehrungen zu treffen, bevor man das Bad eines Hotelzimmers, das möglicherweise wenig besucht wird, nutzt.
Legionellen-Infektion kann tödlich verlaufen
Die Bakterien können schnell eingeatmet werden und können eine mitunter tödlich verlaufende Lungenentzündung auslösen. Die Symptome einer Legionellen-Infektion sind ähnlich wie bei einer Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber.
Die Lungenentzündung, auch als Legionärskrankheit bekannt, breche zwischen zwei und zehn Tagen nach der bakteriellen Infektion aus. Dass dahinter Legionellen stecken, werde oft zu spät erkannt, berichtet Köhler. Dabei müssten Erkrankte möglichst zeitnah mit hoch dosierten Antibiotika behandelt werden.
Legionellen im Bad - Hotelgäste müssen vorsichtig sein
Um einer Infektion aus dem Weg zu gehen, rät der Experte daher vor dem Benutzen von Dusche und Badewanne in einem Hotel die Wasserhähne aufzudrehen und das Wasser einige Minuten lang laufen zu lassen, um die Bakterien aus den Leitungen zu spülen. Die Hotelgästen müssen aber aufpassen, dass sie die Bakterien dabei nicht einatmen. Sie sollten daher die Luft anhalten, sobald das Wasser läuft, aus dem Bad gehen, und es bei geschlossener Tür laufen lassen. Das Badezimmer sollte außerdem gut gelüftet werden. dpa/AZ