Deutsche Forscher haben ein Gen entdeckt, das Bauchspeicheldrüsenkrebs unterdrücken kann. Das berichtet jetzt die Technische Universität Dresden.

Das Gen mit dem Namen USP9X könne beim dem am häufigsten in der Bauchspeicheldrüse diagnostizierten Krebs dazu beitragen, dessen Entwicklung zu unterdrücken. Das konnte dem Bericht zufolge im Rahmen einer internationalen Kooperation wissenschaftlicher Arbeitsgruppen nachgewiesen werden. Daran beteiligt war ein Wissenschaftler-Team aus Dresden, Regensburg und Jena.
Die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler werden in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschafts-Journals Nature publiziert.
Die Befunde weisen demnach darauf hin, dass das Gen für die Prognose der Patienten eine wichtige Rolle haben und neue Behandlungsmöglichkeiten für Bauchspeicheldrüsenkrebs ermöglichen könnte. „Unsere Forschungsarbeit in Dresden ist eng in das Netzwerk des Universitäts KrebsCentrums UCC am Universitätsklinikum Dresden eingebunden“, erklärt Prof. Robert Grützmann, der an den Arbeiten beteiligt war. „Dadurch wird die zügige Translation solcher Erkenntnisse in Behandlungsverfahren, die Patienten zu Gute kommen können, stark gefördert.“
Trotz erheblicher Fortschritte im Verständnis bleibt das duktale Adenokarzinom des Pankreas – dem häufigsten Bauchspeicheldrüsenkrebs - eine Erkrankung mit sehr schlechter Prognose und hohen Todesraten. Um mehr über die molekularen Grundlagen dieser Krankheit zu erfahren, hatten die Wissenschaftler ein Mausmodell des Bauchspeicheldrüsenkrebses untersucht.
Die Forscher identifizierten dabei USP9X – ein Gen, das zuvor nicht mit dem duktalen Adenokarzinom des Pankreas in Verbindung gebracht wurde. Die Autoren beschreiben, dass der Verlust von USP9X im Zellverband des Bauchspeicheldrüsenkrebses die Tumorzellen vor dem programmierten Zelltod schützt und so die Krebsentwicklung fördert.
Die deutschen Wissenschaftler konnten in
der internationalen Studie auch belegen, dass bei menschlichen Patienten
mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas die verringerte Produktion von
USP9X mit schlechten Überlebensraten nach einer Operation und einem
erhöhten Risiko der Bildung von Metastasen einhergeht. AZ
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