Mittwoch, 22. Mai 2013

02. Mai 2012 18:42 Uhr

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Forscher finden nützliches Gen

Deutsche Forscher haben ein Gen entdeckt, das Bauchspeicheldrüsenkrebs unterdrücken kann. Das berichtet jetzt die Technische Universität Dresden. Das konnte dem Bericht zufolge im Rahmen einer internationalen Kooperation wissenschaftlicher Arbeitsgruppen nachgewiesen werden. Daran beteiligt war ein Wissenschaftler-Team aus Dresden, Regensburg und Jena.

Das Gen mit dem Namen USP9X könne beim dem am häufigsten in der Bauchspeicheldrüse diagnostizierten Krebs dazu beitragen, dessen Entwicklung zu unterdrücken.

Die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler werden in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschafts-Journals Nature publiziert.

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Generell ist Krebst die zweithäufigste Todesursache in Deutschland

Die Befunde weisen demnach darauf hin, dass das Gen für die Prognose der Patienten eine wichtige Rolle haben und neue Behandlungsmöglichkeiten für Bauchspeicheldrüsenkrebs ermöglichen könnte. „Unsere Forschungsarbeit in Dresden ist eng in das Netzwerk des Universitäts KrebsCentrums UCC am Universitätsklinikum Dresden eingebunden“, erklärt Prof. Robert Grützmann, der an den Arbeiten beteiligt war. „Dadurch wird die zügige Translation solcher Erkenntnisse in Behandlungsverfahren, die Patienten zu Gute kommen können, stark gefördert.“

Forscher entdecken nützliches Gen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Trotz erheblicher Fortschritte im Verständnis bleibt das duktale Adenokarzinom des Pankreas – dem häufigsten Bauchspeicheldrüsenkrebs - eine Erkrankung mit sehr schlechter Prognose und hohen Todesraten. Um mehr über die molekularen Grundlagen dieser Krankheit zu erfahren, hatten die Wissenschaftler ein Mausmodell des Bauchspeicheldrüsenkrebses untersucht.

Die Forscher identifizierten dabei USP9X – ein Gen, das zuvor nicht mit dem duktalen Adenokarzinom des Pankreas in Verbindung gebracht wurde. Die Autoren beschreiben, dass der Verlust von USP9X im Zellverband des Bauchspeicheldrüsenkrebses die Tumorzellen vor dem programmierten Zelltod schützt und so die Krebsentwicklung fördert.

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Hohe Todesraten

Die deutschen Wissenschaftler konnten in der internationalen Studie auch belegen, dass bei menschlichen Patienten mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas die verringerte Produktion von USP9X mit schlechten Überlebensraten nach einer Operation und einem erhöhten Risiko der Bildung von Metastasen einhergeht. AZ

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Schlagworte

Forschung | Krebs | Wissenschaft