Montag, 29. Mai 2017

04. Mai 2017 09:11 Uhr

Biobank Alliance

Biobanken schließen sich in Deutschland zusammen

Seit 1. Mai gibt es die German Biobank Alliance. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von elf Standorten von Biobanken mit dem Ziel, sich besser auszutauschen.

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Eine Blutprobe liefert viele Daten eines Patienten. Viele Proben können zum besseren Verständnis von Krankheiten beitragen.
Foto: Symbolbild: Maurizio Gambarini (dpa)

Elf deutsche Biobankstandorte werden seit 1. Mai in der German Biobank Alliance vereint. Die Koordinierung des Zusammenschlusses übernimmt die Geschäftsstelle der German Biobank Node (GBN) an der Berliner Charite, wie die GBN am Dienstag in Berlin mitteilte. Ziel des Zusammenschlusses sind unter anderem der Austausch von Daten und die Entwicklung gemeinsamer Standards der Biobanken.

Was sind Biobanken und wozu dienen sie?

Biobanken sammeln und lagern Blut, Gewebe sowie anderes Körpermaterial und stellen dies der biomedizinischen Forschung zur Verfügung. So ist die Biobank an der Uni Würzburg beispielsweise gezielt mit dem Vorsatz, die deutsche Krebsforschung zu unterstützen, eröffnet worden. Durch freiwillige Patientenproben verfügen Wissenschaftler über mehr Material, das in der Erforschung von Krankheiten und bei der Entwicklung neuer Diagnose- und Therapiemethoden eingesetzt werden kann.

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Die medizinischen und persönlichen Daten der Spender werden in Biobanken anonymisiert gespeichert, ihre Proben bei minus 80 Graf gelagert. Das Projekt German Biobank Alliance wird bis 2020 mit 14,4 Millionen Euro gefördert. Es gehe unter anderem darum, den Austausch von Daten, die Qualität der Biomaterialien sowie ethische und rechtliche Aspekte zu diskutieren und gemeinsame Standards zu entwickeln. kna/sh

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