Freitag, 24. Mai 2013

17. März 2011 19:55 Uhr

50 Tonnen Gold

Ein Schatz im Roten Meer

Tonnenweise Gold und andere Bodenschätze lagern im Roten Meer. Der Wert des Fundes, der in einem Becken des Meeres liegt, beläuft sich auf geschätzte zwölf Millionen Euro.

Gold. Symbolbild.
Foto: dpa

Das teilte der Leiter des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar), Prof. Peter Herzig, am Donnerstag in Kiel mit. Die gewaltigen Schätze liegen zwischen Saudi-Arabien und dem Sudan in der Meeresregion «Atlantis II Tief». In etwa zwei Kilometern Tiefe und unter einem 68 Grad heißen und aggressiven Salzsee soll sich der erzhaltige Schlamm befinden der auch Silber, Kupfer und Zink enthalte.

«Den Salzsee kann man sich wie einen mit Methan und Kohlenwasserstoffen gefüllten Ballon vorstellen. Der Salzsee ist zudem extrem aggressiv und etwa 68 Grad heiß», erklärte der Geochemiker Mark Schmidt am Donnerstag in Kiel.

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Gerade mal ein halbes Gramm Gold enthält jede Tonne Erzschlamm im Bereich «Atlantis II Tief». Schmidt wandte sich gegen eine rücksichtslose Ausbeutung des Roten Meeres, das vermutlich noch in weiteren Regionen Bodenschätze biete. Trotzdem sei es verständlich, dass das saudische Königreich ein Interesse an den Forschungsergebnissen habe.

Mit neuesten Technologien gelang es den Meeresforschern des IFM-Geomar und den saudi-arabischen Kollegen der King Abdulaziz University, in teilweise noch unbekannten Regionen des Roten Meeres Karten zu erstellen oder Proben von Vulkangestein zu nehmen.

Das auf neun Jahre angelegte Forschungsprojekt läuft seit Januar 2011. Die Wissenschaftler wollen den Meeresboden vermessen, Erkenntnisse über Stoffflüsse sowie die Vielfalt des Planktons und der Korallenriffe gewinnen. Das sogenannte «Jeddah-Transect-Project» wird von Saudi-Arabien finanziert. Die Kieler Forscher schätzen dabei neben dem freien Zugang zum Forschungsobjekt auch die Möglichkeit, die saudischen Meereswissenschaftler mit einzubinden. dpa

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