Die europäische Raumfahrtagentur Esa will vier Monde des Jupiters näher erkunden. Sonde soll 2022 mit Ariane-5-Rakete starten.

Jupiters Eismonde sollen durch einen Satelliten der Esa erkundet werden. Die Mission «Jupiter Icy Moons Explorer» («Juice») gelte den Galileischen Monden des Jupiters: dem vulkanischen Mond Io, dem Eismond Europa und den aus Gestein und Eis bestehenden Monden Ganymed und Kallisto.
Das teilte die Esa am Donnerstag in Paris mit. Die Sonde solle 2022 mit einer Ariane 5-Rakete von Europas Raumflughafen in Kourou (Französisch-Guayana) aus starten. Sie werde den Jupiter im Jahr 2030 erreichen und mindestens drei Jahre lang Beobachtungen durchführen.
Io, Europa, Ganymed und Kallisto sind die vier größten Satelliten des Jupiters. Sie wurden 1610 vom italienischen Astronomen Galileo Galilei entdeckt und später nach ihm benannt. «Es wird davon ausgegangen, dass Europa, Ganymed und Kallisto unter ihrer Oberfläche Ozeane beherbergen», teilte die Esa mit. Bei der Mission solle deshalb untersucht werden, ob die Monde potenzielle Lebensräume sind.
Das «Juice»-Projekt hatte sich vor einem Ausschuss gegen zwei weitere durchgesetzt: ein Observatorium für Gravitationswellen («NGO») und ein Teleskop für Hochenergie-Astrophysik («Athena»). «Aus drei hervorragenden Kandidaten eine Mission auszuwählen, war eine schwierige Entscheidung», zitiert die Esa Prof. Giménez Cañete. «»Juice» ist eine notwendige Etappe im Hinblick auf die weitere Erforschung unseres äußeren Sonnensystems.» dpa/AZ
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