Samstag, 1. November 2014

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16. Januar 2013 09:00 Uhr

Schäden in Billionen-Höhe?

Experten erwarten in 2013 gigantische Sonnenstürme

2013 könnte das Jahr der gigantischen Sonnenstürme werden, warnen US-Forscher. Die Schäden könnten in die Billionen gehen.

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Die Sonne hat ihre Zyklen und 2013 ist es wieder so weit: Dann erreicht die Sonnenaktivität wieder ihr Elfjahreshoch. Mögliche Folge: Gigantische Sonnenstürme, die auf der Erde verheerende Schäden anrichten könnten.

Sonnenstürme treffen auf die technisierte Welt

Die amerikanische Nachrichtenseite foxnews.com zitiert Professor Jose Lopez, einen  Physiker an der Seton Hall Universität: "Die Sonnenaktivität wird 2013 am höchsten sein." Ob allerdings ein Sonnensturm tatsächlich die Erde trifft, sei nicht vorherzusagen. Durch den hohen Grad der Technisierung der Menschheit seien wir Menschen aber verwundbar geworden, da viele Geräte zerstört werden könnten. Im schlimmsten Falle drohten laut foxnews.com Schäden in Höhe von zwei Billionen Dollar (2000 Milliarden Dollar).

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Sonnensturm stärker als der im Januar

Für Mitte 2013 rechnen Experten mit einem Maximum der Sonnenaktivität - aus ihren Außenschichten werden dann besonders oft große Gaswolken ins All geschleudert. Die Aktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren und nimmt seit 2010 wieder zu. In den nächsten eineinhalb Jahren wird es deshalb wohl noch viele Sonnenstürme geben, die immer stärker werden. Wie viele es sein werden, kann nicht vorhergesagt werden.

Koronaler Ausbruch gefährdet auch Telekommunikation

Bei einem Sonnen-Ausbruch, von Forschern als 'koronaler  Massenauswurf' (KMA) bezeichnet, werden geladene Partikel von der  Sonne ausgestoßen. Große Sonneneruptionen und die dadurch entstehenden Sonnenstürme können auf der Erde auch negative Auswirkungen auf Elektronikgeräte haben.

Besonders gefährdet sind Telekommunikationssatelliten oder die 20.000 Kilometer von der Erde entfernt im All kreisenden Satelliten des Navigationssystems GPS, von dem die moderne Luft- und Schifffahrt weitgehend abhängig ist.

 

Der Weltuntergang wird wieder einmal ausfallen

Es wurde schon schon oft vor Sonnenstürmen gewarnt. Die Gefahr ist theoretisch auch da. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt jedoch, dass selten etwas passiert. Auszuschließen ist es nicht. So führte 1973 eine Sonneneruption zu einem Stromausfall in der kanadischen Provinz Québec - sechs Millionen Menschen saßen damals  im Dunkeln. Panik muss man aber keine bekommen.

Als Folge von Sonnenstürmen können spektakuläre Polarlichter am Nachthimmel selbst in relativ südlich gegelegenen Regionen auftreten. Polarlichter entstehen durch die Verformung des Erdmagnetfelds während eines Sonnensturms. Die geladenen Teilchen des Sonnenwinds strömen an den Feldlinien entlang zu den Erdpolen, wo sie Lichtbänder oder -bögen in verschiedenen Farben hervorrufen. Bei besonders starken Sonnenstürmen waren wiederholt auch über Deutschland Polarlichter gesichtet worden. AZ

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