Venus-Schweif kann Millionen Kilometer lang werden: Es handele sich um eine Art Plasma-Ballon an der sonnenabgewandten Seite des Planeten, teilte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau (Kreis Northeim) am Dienstag mit. Gewöhnlich ist die Venus von einer Hülle aus Elektronen und Ionen umgeben, die vom Sonnenwind quasi im Zaum gehalten werde.
Venus: Hülle wird zu Schweif
Fällt der Sonnenwind aus, wie beispielsweise im August 2010, verforme sich die Hülle zu einem Schweif. Die Elektronen und Protonen des Sonnenwindes führen zu Magnetfeldern, die die Venushülle stabilisieren. Ohne diese Felder könne sich die Hülle aus Elektronen und Ionen, die den Planeten in 150 bis 300 Kilometern Höhe umgibt, in den Weltraum ausdehnen.
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Feuerschweife, Explosionen, gleißendes Licht: Himmelserscheinungen wie Meteore und Kometen faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Aber was sind Asterioden, Meteorite und Kometen eigentlich genau?
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Asteroiden sind Klein- und Kleinstplaneten, die sich in einer Umlaufbahn um unsere Sonne bewegen. Bekannt sind bislang über eine halbe Million dieser Gesteinsköper, von denen die meisten nur ein paar Kilometer groß sind.
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Meteoroiden sind kleine und kleinste Körper, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen. Sie sind also den Asterioden sehr ähnlich, eine genaue Abgrenzung zwischen beiden Formen von Himmelskörpern gibt es auch nicht. Einige Meteoroiden kreuzen auf ihrem Weg die Erdbahn. Wenn sie in unserer Atmosphäre verglühen, nennt man die dabei entstehende Leuchterscheinung Meteore oder auch Sternschnuppen.
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Meteorite sind Körper aus Gestein oder Metall, die auf ihrer Reise durch das All in den Anziehungsbereich der Erde geraten und auf sie stürzen. Jedes Jahr fallen etliche Meteorite auf die Erde und ziehen dabei eine gleißend helle Spur durch die Atmosphäre.
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Meteorite, die auf der Erde einschlagen, können beträchtlichen Schaden anrichten - bis hin zu globalen Katastrophen. So entstand etwa das Nördlinger Ries durch den Einschlag eines 1,5 Kilometer großen Meteoriten.
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Ein Komet ist ein Himmelskörper aus Gestein und gefrorenen Gasen. Wenn sich Kometen bei ihrem Zug durch unser Sonnensystem der Sonne nähern, erhitzt sich ihr Gas und beginnt zu leuchten. Teile des Gases werden dann in Sonnennähe weggerissen – es entsteht der charakteristische Kometenschweif.
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Manchmal haben helle Himmelserscheinungen einen irdischen Ursprung. So können zum Beispiel verglühende Reste von Raketen oder sogenannter Weltraumschrott aussehen wie Meteore.
Esa-Raumsonde "Venus Express" hilft
Die Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse mit Hilfe der Instrumente an Bord der Esa-Raumsonde "Venus Express" gewonnen. Den Messungen zufolge ragt der Schweif etwa 15.000 Kilometer in den Weltraum. Theoretisch könnte er aber auch deutlich länger sein und sich sogar über Millionen von Kilometern erstrecken. (dpa, AZ)

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Um die Sonne kreisen zunächst die Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Sie gehören zu den terrestrischen Planeten, da sie aus festen Stoffen bestehen. Weiter außen kreisen die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie bestehen überwiegend aus leichten Stoffen wie Helium und Wasserstoff.
Foto: dpa

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Die Sonne ist ein Stern und zugleich das Zentrum unseres Sonnensystems. Der mittlere Abstand zur Erde beträgt 150 Millionen Kilometer. Am Äquator hat sie einen Durchmesser von 1.329.700 Kilometern. Die Sonne besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasserstoff und zu fast neun Prozent aus Helium. Es gibt Spuren von Sauerstoff, Kohlenstoff, Neon und Stickstoff.
Foto: vucko

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Der Merkur ist in mancher Hinsicht der extremste Planet im Sonnensystem. Da er mit einem mittleren Abstand von 58 Millionen Kilometern der Sonne am nächsten ist, ist er der Planet mit der höchsten Geschwindigkeit. Er braucht rund 88 Tage, um die Sonne zu umrunden. Auch die Temperaturen schwanken stark: Zwischen 170 Grad minus und 430 Grad plus.
Foto: picture alliance
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