Der Bundestag verabschiedete dazu am Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalition bei Enthaltung der Opposition ein entsprechendes Gesetz. Es sieht den Aufbau von Krebsregistern und mehr Vorsorgeuntersuchungen vor.
Darm- und Gebärmutterhalskrebs-Untersuchungen
Die einheitlichen Register sollen sämtliche Patientendaten erfassen. Jeder Kranke soll dadurch die für ihn optimale Behandlung bekommen. Das Gesetz muss noch vom Bundesrat gebilligt werden.
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Statistisch gesehen entwickelt jeder dritte Europäer im Laufe seines Lebens Krebs. In Deutschland erkranken etwa 395.000 Menschen jährlich neu, etwa 210.000 Menschen sterben an der Krankheit.
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Der Ausdruck Tumor wird als Überbegriff für gut- und bösartige Geschwülste verwendet.
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Von Tumoren werden sogenannte Systemerkrankungen unterschieden, wie Blutkrebs (Leukämie) oder Lymphdrüsenkrebs.
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Tumore gehen auf krankhafte Veränderungen zurück, die eine gesunde Zelle in eine unkontrolliert wachsende Zelle umwandeln.
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Gemäß den aktuellen Zahlen der Deutschen Krebsgesellschaft ist bei Männern die häufigste Krebsart mit jährlich rund 63.000 Erkrankungen Prostatakrebs. Bei Frauen ist dies Brustkrebs mit jährlich rund 70.000 Erkrankungen. Danach folgen Darmkrebs, Lungenkrebs, Harnblasenkrebs und Magenkrebs.
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Eine Form der Krebstherapie ist die Operation. Voraussetzung ist die frühzeitige Erkennung des Tumors. Neue Techniken wie Laserchirurgie und Endoskopie ermöglichen schonendere Operationen als noch vor Jahren.
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Die Chemotherapie ist die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen. Dabei werden Stoffe verwendet, die ihre schädigende Wirkung möglichst gezielt auf bestimmte krankheitsverursachende Zellen beziehungsweise Mikroorganismen ausüben und diese abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen.
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Die molekularbiologische oder auch zielgerichtete Krebstherapie ist ein junger Ansatz bei der Behandlung von Krebs. Während die Chemotherapie eher unspezifisch wirkt und auch gesunde Zellen schädigt, können durch neue Wirkstoffe Krebszellen zielgenau angegriffen werden.
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Bei bösartigen Tumoren kommt häufig auch die Strahlentherapie zum Einsatz. Vorwiegend wird Gammastrahlung, Röntgenstrahlung oder Elektronenstrahlung verwendet.
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Etwa zwei Drittel aller Krebserkrankungen werden durch Nikotinsucht, falsche Ernährung und Risikofaktoren in der Umwelt hervorgerufen. Neben gesunder Ernährung und Sport gilt ganz allgemein „bewusstes Leben“ als eine gute Methode der Krebsprävention.
Die Bürger sollen umfangreicher als bisher zur Früherkennung eingeladen werden. Sie sollen regelmäßige persönliche Briefe zu Darm- und Gebärmutterhalskrebs-Untersuchungen bekommen. Bisher gibt es ein organisiertes Früherkennungsprogramm nur beim Brustkrebs.

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Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Foto: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

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Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Foto: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

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Heben Sie den linken Arm hinter den Kopf und tasten Sie mit der rechten
Hand Ihre linke Brust ab. Achten Sie darauf, dass der Brustmuskel
entspannt ist. Beginnen Sie rechts oben und umkreisen Sie die ganze
Brust bis zum Ausgangspunkt.
Foto: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Gesetz für effektiveren Kampf gegen Krebs beschlossen
Die unterschiedlichen klinischen Krebsregister sollen bundesweit ergänzt und vereinheitlicht werden. Erfasst werden sollen die Daten der Patienten zu Diagnose, Behandlung, aber auch Nachsorge und Rückfällen. Bereits während der Therapie sollen Schwächen der Behandlung vermindert werden. Im Nachhinein sollen zudem Lehren für künftige Patienten gezogen werden können. dpa
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