Dienstag, 23. September 2014

News aus Wissenschaft und Technik

30. Januar 2013 06:57 Uhr

Große Gefahr für Patienten: Wechselwirkungen durch Medikamenten-Mix

Viele Patienten gehen mit ihren Arzneimitteln laut einer neuen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) das Risiko von Wechselwirkungen ein.

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Gefährliche Wechselwirkungen durch Pillen-Mix möglich: Jede sechste Verordnung berge die Gefahr, dass die Pille unerwünscht mit anderen Mitteln zusammenwirkt, geht nach Angaben der "Rheinischen Post" (Montag) aus der Erhebung hervor.
Foto: dpa

Gefährliche Wechselwirkungen durch Medikamenten-Mix möglich: Jede sechste Verordnung berge die Gefahr, dass die Pille unerwünscht mit anderen Mitteln zusammenwirkt, geht nach Angaben der "Rheinischen Post" (Montag) aus der Erhebung hervor. Ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen seien besonders gefährdet, vor allem Pflegeheim-Bewohner.

Gefährliche Wechselwirkungen durch Medikamenten-Mix möglich

In drei von tausend Fällen verschrieben die Ärzte sogar einen Pillen-Mix, der lebensbedrohlich sein könne. In 3,5 Prozent der Fälle wurden Kombinationen mit dem Risiko schwerer Folgen verordnet. Ausgewertet wurden demnach die rund 65 Millionen verordneten Verpackungen für die 24 Millionen AOK-Versicherten aus dem ersten Quartal 2012. Pflegeheim-Bewohner bekommen laut AOK teilweise Dosierungen und Kombinationen, die unter Körperverletzung fielen.

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Arzneimittel als Ursache von Krankenhauseinweisungen?

Die hohe Verschreibungsrate bei älteren Patienten erhöht auch nach bisherigen Studien das Risiko, dass Arzneimittel selbst zur Ursache von Krankenhauseinweisungen werden. Nach Angaben des Kieler Pharmakologen Ingolf Cascorbi sind sieben Prozent aller Krankenhausaufnahmen arzneimittelbedingt. Auch während der stationären Behandlung stellen laut Cascorbi unerwünschte Arzneiwirkungen ein teils vermeidbares Problem dar - besonders auch falsche Dosierungen, speziell bei eingeschränkter Nierenfunktion.

Riskante Medikamente im Gebrauch der Bundesbürger

Ärzten wird immer wieder vorgeworfen, sie fragten ihre Patienten zu wenig, was sie neben den verschriebenen Medikamenten sonst noch kaufen und einnehmen, beispielsweise auch rezeptfreie Mittel. Verschiedene Arzneimittelreports berichteten wiederholt von spürbaren Anteilen riskanter oder unnötiger Medikamente im Gebrauch der Bundesbürger. (dpa, AZ)

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