Sci-fi wird Realität. Japanische Wissenschaftler haben einen avatarähnlichen Roboter gebaut, in dessen "Haut" der Nutzer schlüpfen kann - und über den Roboter fühlt.
Japanische Forscher haben eine Art «Avatar»-Roboter entwickelt, bei dem der Nutzer über den ferngesteuerten Roboter fühlen, hören und sehen kann. Beim TELESAR V kann der Nutzer mit Spezialhandschuhen die Roboter-»Hände» steuern - und im Gegenzug fühlen, was der Roboter anfasst.
Die «Augen» des Roboters sind Kameras, die das Gesehene dreidimensional auf Bildschirme vor dem Nutzer übertragen. Die «Ohren» sind Mikrofone, welche die Geräusche aus der Umgebung des Roboters aufnehmen. Und über Lautsprecher am Roboterkopf kann die Stimme seines «Meisters» erklingen.
Mit dem Roboter nähern sich die Forscher der Fiktion eines zweiten Ichs wie sie im Hollywood-Meisterwerk «Avatar» von James Cameron zu sehen war. Ähnlich und noch realistischer wurde dieses Szenario im Fim "Surrogates" beschrieben. Dort verlassen Menschen ihr Haus nicht mehr selbst, sondern pflegen ihre Kontakte mit der Außenwelt durch ihre optisch ewig jungen und kräftigen Roboter.
«Der Roboter kann als Ihr Alter ego benutzt werden. Sie steuern ihn und können ihn auf verschiedene Art und Weise nutzen», sagt Professor Susumu Tachi von der Keio-Universität in Tokio. Als Einsatzgebiet schwebt den Forschern vor, dass der Roboter in für Menschen unzugängliche Gebiete geht - etwa in verstrahltes Gebiet nach einem Atomunglück. AZ/afp
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