Freitag, 30. September 2016

21. August 2013 08:39 Uhr

Studie

Junge Mobbing-Opfer leiden oft noch als Erwachsene

Wer als Kind Opfer von Mobbing wurde, leidet oft auch als Erwachsener noch unter psychischen Problemen. Das hat eine Studie ergeben.

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Mobbing: Wer als Kind drangsaliert wird, leidet oft noch als Erwachsener unter den Folgen.
© Dan Race - Fotolia.com/Symbolbild

Mobbing als Kind, Probleme als Erwachsener: In einer Langzeitstudie haben Experten des Department of Psychology and Division of Mental Health and Wellbeing der University Warwick herausgefunden, dass drangsalierte Kinder auch später noch zu leiden haben.

Für ihre Studie sprachen die Psychologen mit 1420 Probanten im Alter zwischen neun und 16 Jahren - und später dann ein weiteres Mal mit ihnen, als sie zwischen 24 und 26 Jahre alt waren.

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Mobbing in der Schule kann dauerhafte Gesundheitsprobleme auslösen

Das Ergebnis der jetzt veröffentlichten Mobbing-Studie: Selbst wenn die in der Schule gemobbten Kinder von Eltern und Experten betreut wurden, hatten sie später im Erwachsenenalter oft noch Probleme mit ihrem sozialen Umwelt oder mit ihrer Gesundheit.

Die Schikane durch Gleichaltrige dürfe nicht länger als «harmloser,  fast unvermeidbarer Teil des Erwachsenwerdens» abgetan werden,  warnte der federführend an der Studie beteiligte Psychologe Dieter Wolke von der britischen University of Warwick. Die Effekte des  Mobbings seinen «langdauernd und signifikant».

Mobbing-Studie: Opfer von Schikane drangsalieren später oft selbst

Die Untersuchung zeigte auch, dass Opfer von Schikane später häufig  selber dazu übergehen, andere zu schikanieren. Dieser Befund zeige,  wie sich das Mobbing an Schulen ausbreiten könne, wenn nicht  dagegen vorgegangen werde, erklärte Wolke. AZ, afp

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Mobbing