Australien will bedrohte Koalas besser schützen. Hunde, Autos und Krankheiten gefährden den Bestand. Für Australien haben die Beuteltiere eine besondere Bedeutung.

Sie schlafen fast 20 Stunden am Tag: Koalas. In einigen Regionen Australiens sind sie stark gefährdet. Deswegen will die Australische Regierung die Beuteltiere nun besser schützen.
Umweltminister Tony Burke sagte am Montag, bedrohte Populationen der grauen Beuteltiere sollten auf die australische Liste der gefährdeten Arten gesetzt werden. Bedroht sind demnach die Koalas in zwei: Bundesstaaten New South Wales und Queensland. Doch auch in der Hauptstadtregion Canberra sind sie in Gefahr, weil ihre Lebensräume immer kleiner würden. Auch Autos, Hunde und Krankheiten gefährdeten den Bestand. Die Tiere seien «eindeutig in Schwierigkeiten, also müssen wir etwas unternehmen», sagte Burke.
Die Koalas seien für Australien Tiere mit hoher Symbolkraft und hätten einen «besonderen Platz» in der Gesellschaft, sagte Burke. In anderen Gegenden in den südlichen Bundesstaaten Victoria und New South Wales gedeihen die niedlichen Beuteltiere seinen Angaben zufolge dagegen so gut, dass die Behörden eingreifen müssten, um ihre unkontrollierte Ausbreitung einzudämmen.
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten mehrere Millionen Koalas in Australien. Experten schätzen den Bestand der Beuteltiere, die rund 20 Stunden am Tag schlafen und sich ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren, heute nur noch auf 43.000 bis einige hunderttausend Exemplare. Im vergangenen Jahr warnte eine offizielle Studie vor einer zunehmenden Gefährdung der Koalas. afp
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