Samstag, 21. Oktober 2017

12. Juni 2013 09:43 Uhr

Komet 2013

Komet Ison: Anfang November schon mit dem Feldstecher zu sehen

Komet Ison C/2012: Der mögliche Jahrhundert-Komet rast immer weiter Richtung Sonne. Schon Anfang November, so Experten, wird er mit dem Fernglas zu sehen sein.

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Komet Ison: Schon jetzt hat sich ein Schweif gebildet, wie das Foto des Teleskops Hubble zeigt. Ende 2013 kommt Ison der Erde am nahsten.
Foto: NASA, ESA, J.-Y. Li (Planetary Science Institute), und das Hubble Comet ISON Imaging Science Team

Es wird wohl der Komet 2013 - wen alles gut geht: Ison war vergangenen September von den russischen Hobbyastronomen Vitali Nevski und Artyom Novichonok entdeckt worden. Seitdem wird er von Astronomen auf der ganzen Welt beobachtet und mit Spannung erwartet. Denn im Winter könnte ein echter Jahrhundert-Komet über uns zu sehen sein. Wenn Ison C/2012 S1 der Sonne am 28. November 2013 am nahsten ist, wird er möglicherweise weitaus heller als der Mond sein.

Hubble macht Bilder von Komet Ison

Die Nasa hat das Weltraumteleskop Hubble auf Ison angesetzt und so schon viele spektakuläre Bilder des kosmischen Wanderers aus Staub und Eis machen können. So fanden die Forscher heraus, dass der Kern des Kometen recht klein ist - wohl gerade einmal vier bis sechs Kilometer breit. Die sogenannte Koma, also die nebelige Staub-Hülle, die den Kern umfasst, wird auf rund 4500 Kilometer Durchmesser geschätzt. Sein Schweif wird freilich mehrere Millionen Kilometer lang werden - wenn alles gut geht, wie gesagt.

Komet Ison 2013: Zerbricht er bei Annäherung an die Sonne?

Tatsächlich ist noch gar nicht ganz klar, wie sich  Ison C/2012 S1 weiter entwickeln wird. Experten diskutieren im Internet, ob der Komet bei der Annäherung an die Sonne in seine Einzelteile zerfallen könnte -  so wie einige seiner Vorgänger.

Andere sind da optimistischer. Sie gehen davon aus, dass Komet Ison - wie zuletzt Komet PanStarrs - von der Erde aus gut zu sehen sein wird. In den ersten zwei November Wochen könnte Ison demnach zu einem sogenannten Feldstecher-Objekt geworden sein. Der 29. November könnte dann für Himmelsbeobachter eine echte Sternstunde werden: "Die Komahelligkeit dürfte an diesem Tag die höchste sein, die in Europa zu erwarten ist, ein sehr spitzes Maximum, so dass der ganze Tag für – vorsichtige! – Sichtungsexperimente geeignet ist, dito die Morgen- und Abenddämmerung für eine Schweifsuche", berichten Bonner Experten. AZ 

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