Mittwoch, 17. Januar 2018

20. Februar 2016 10:48 Uhr

Fibromyalgie

Mit Akupunktur gegen Gelenk- und Muskelschmerzen

Akupunktur kann bei Fibromyalgie Besserung bewirken. Das zeigt eine neue Studie aus Spanien. Wie die Nadeln gegen die Schmerzen helfen.

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Akupunktur ist Laut einer spanischen Studie gegen Fibromyalgie wirkungsvoll. Die kleinen Nadeln könnten die Schmerzen in Gelenken und Muskeln wirkungsvoll bekämpfen.
apops, Fotolia.com

Akupunktur kann bei Fibromyalgie helfen. Das besagt eine neuen Studie aus Spanien. Bei Fibromyalgie leiden Menschen unter Gelenk- oder Muskelschmerzen, und zwar immer wieder an unterschiedlichen Stellen des Körpers. Der Begriff bedeutet übersetzt Faser-Muskel-Schmerz. Die Betroffenen haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich, bis die Fibromyalgie diagnostiziert wird. Es handelt sich nämlich um ein schwer durchschaubares Krankheitsbild. Laut der Studie von Medizinern am spanischen Doña Mercedes Primary Health Centre soll Akupunktur, die

Akupunktur soll bei Fibromyalgie helfen

164 Teilnehmer über 17 Jahre, die an Fibromyalgie leiden, wurden für die Untersuchung herangezogen. Die Probanten wurden aufgeteilt. Die einen Patienten wurden individuell akupunktiert, der andere Teil bekam lediglich eine Schein-Akupunktur ohne Nadeln. Laut der Studie zeichnete sich ein deutlicher Unterschied ab. Die Fibromyalgie-Patienten, die individuell akupunktiert wurden, spürten demnach eine deutlichere Linderung der Schmerzen als die Betroffenen, die eine Placebo-Behandlung erfuhren. Die Mediziner empfehlen daher bei der Erkrankung der Fasern und Muskeln eine zielgerichtete Akupunktur.

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Bei einem Piks mit der Akupunkturnadel spürt der Patient einen warmen Strom durch den Körper fließen. Die Methode stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und soll die Lebensenergie aktivieren und Blockaden lösen. Viele schwören auf die traditionelle chinesische Behandlung. Doch wissenschaftliche Belege sind rar.

Mit Akupunktur Energiepunkte im Körper aktivieren

Das Wort Akupunktur bedeutet im Chinesischen «kleine Öffnung für das Qi». Die Akupunktur soll bestimmte Energiepunkte durch Nadelstiche, Druck, Massage, Wärme oder Laserstrahlung aktivieren, so dass blockierte Energie - das Qi - wieder besser fließt. Das Verfahren beruht auf der taoistischen Lehre von Yin und Yang, die untrennbar miteinander verbunden und Voraussetzung für alles Leben sind.

Solange diese Elemente im Körper im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund. Dominiert eins, wirkt sich das negativ auf den körperlichen und geistigen Zustand aus. Schmerzen entstehen aus Sicht der TCM, wenn der Energiefluss im Körper gestört ist. Die Energiebahnen im Körper werden Meridiane genannt, jede ist nach dem Organ benannt, durch das sie fließt. Rund 400 Akupunkturpunkte gibt es, die auf den Meridianen liegen.

Akupunktur soll unter anderem bei Hauterkrankungen, Allergien, Blutdruckstörungen, Magen-Darm-Problemen und psychischen Erkrankungen helfen. Der Einsatz der Nadeln hat aber auch Grenzen: zum Beispiel Erbkrankheiten oder schwere psychische Störungen wie Schizophrenie, zählt Ramme auf. Aber eine begleitende Behandlung sei bei vielen schulmedizinisch therapierten Krankheiten möglich. Akupunktur wirkt nicht bei jedem Menschen gleich. dpa/AZ

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