Samstag, 1. November 2014

News aus Wissenschaft und Technik

26. März 2012 17:29 Uhr

Greenpeace-Studie

Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau oft mit Pestiziden belastet

Bei Untersuchungen im Greenpeace-Auftrag sind in 80 Prozent der Obst- und mehr als 55 Prozent der Gemüseproben Pestizide gefunden worden. Deutsche Produkte schneiden häufig gut ab.

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Pestizide belasten sehr häufig Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Experten im Auftrag von  Greenpeace fanden in rund 80 Prozent der Obst- und mehr als 55  Prozent der Gemüseproben Pestizide, wie die Organisation am Montag mitteilte. Sie ließ für ihren Ratgeber «Essen ohne Pestizide» 22.000 Proben der deutschen Lebensmittelüberwachung aus den Jahren  2009 und 2010 neu bewerten und ergänzte dies um Daten aus  Pestizid-Tests von Greenpeace.

Obst und Gemüse aus der Türkei überschreiten Pestizid-Höchstwerte

Lebensmittel aus deutscher Herkunft schnitten demnach häufig gut ab. Ein weiteres Ergebnis: Produkte aus der EU waren weniger  belastet als vergleichbare Ware aus der Türkei. Die in der EU gültigen Pestizid-Höchstwerte überschritten vor allem Tafeltrauben,  Paprika, Birnen, Zucchini und Grapefruit aus der Türkei.

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Problematisch laut Greenpeace waren zudem exotische Produkte wie Okra- und Chilischoten aus Indien und Thailand. Hohe Giftgehalte fanden sich nach wie vor im Kopfsalat aus Belgien, den Niederlanden und Italien. Knapp ein Drittel aller Produkte bewertete Greenpeace als nicht empfehlenswert.

Pestizide können Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen

»Wer Pestizide im Essen vermeiden will, sollte Bio-Ware wählen oder auf das Herkunftsland von Obst und Gemüse achten», riet der Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Pestizide können den  Hormonhaushalt und das Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen.

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