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15. Januar 2012 14:12 Uhr

Hilfe für Schmerzpatienten

Opioide können offenbar "Schmerzgedächtnis" löschen

Opioide können offenbar die Erinnerung an chronische Schmerzen im Gehirn verblassen lassen. Sie sind in der Lage, "Gedächtnisspuren" im Rückenmark zu löschen.

Opioide können offenbar nicht nur die Schmerzempfindung im Gehirn hemmen. Sie sollen die Erinnerung an chronische Schmerzen verblassen lassen.

Opioide: "Gedächtnisspuren" im Rückenmark gelöscht

Nach Angaben des deutschen Ärzteblatts können Opioide nicht nur die Schmerzempfindung im Gehirn hemmen. In einer extrem hohen Dosierung waren sie in Tierexperimenten darüber hinaus in Lage, „Gedächtnisspuren“ im Rückenmark zu löschen.

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In  weiteren klinischen Studien soll nun untersucht werden, ob sich auf diese Weise chronische Schmerzen beim Menschen kurieren lassen. Die Schmerzreize werden über nociceptive Fasern zum Rückenmark geleitet. Dort befinden sich die ersten Synapsen. Es kommt jedoch nicht nur zu einer Weitergabe der Schmerzinformation in Richtung Gehirn.

Wiederholte Schmerzreize senken Erregungsschwelle

Die Experimente von Ruth Drdla-Schutting und Jürgen Sandkühler vom Zentrum für Hirnforschung an der Medizinischen Universität Wien zeigen, dass wiederholte Schmerzreize die Erregungsschwelle senken.

Es kommt zu einer synaptischen Langzeitpotenzierung (LTP), vergleichbar mit den Veränderungen, die im Gehirn die Grundlage für die Gedächtnisbildung sind. Auf der Ebene der Schmerzleitung im Rückenmark könnte die LTP für die Entwicklung chronischer Schmerzen verantwortlich sein.

Häufige Schmerzreize legen "Gedächtnisspur"

Dabei würden häufige Schmerzreize gewissermaßen eine Gedächtnisspur festlegen. Am Ende reicht dann eine normale Berührung um einen Schmerz auszulösen. In den Studien ist es den Forschern gelungen, diese Gedächtnisspur wieder zu löschen. (AZ)

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