Donnerstag, 14. Dezember 2017

16. Februar 2017 06:13 Uhr

Großstädte

Risiko für Depressionen: Großstädter brauchen mehr Entspannung

Wer in einer Großstadt wohnt, braucht wohl mehr Entspannung - sonst droht eine Depression oder eine Angststörung. Was empfehlen Experten?

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In einer Großstadt ist das Risiko für psychische Erkrankungen höher. (Symbolbild)
Foto: Kimimasa Mayama (dpa)

In einer Großstadt herrscht oft Lärm und Gedränge - wer das nicht mit mehr Entspannung ausgleicht, riskiert gesundheitliche Schäden, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Die Experten geben an, dass Menschen in einer Großstadt eher eine Depression oder Angststörung entwickeln. Ihr Gehirn sei weniger in der Lage, Stress abzuwehren - denn oft ist die Belastung zu groß. Auf Dauer könnten dadurch schon Kleinigkeiten den Stresspegel in die Höhe treiben.

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Großstadt kann krank machen: Diese Entspannung hilft

Laut DGPPN benötigen Menschen in Großstädten dadurch mehr Entspannung als Bewohner auf dem Land. Doch was ist dabei sinnvoll?

Die Psychiater empfehlen Ausflüge in die Natur oder Entspannungstechniken wie Yoga. Aber auch gemütliche Unternehmungen mit Freunden können den Stresspegel wieder senken. Allgemein seien soziale Kontakte wichtig. Sie senken das Risiko für psychische Erkrankungen.

Wichtig sei es, im Alltag Halt zu haben und sich regelmäßig entspannen zu können. Und die Entspannung im Großstadt-Stress sollte bewusst wahrgenommen werden: Denn wer das Gefühl hat, die psychische Gesundheit beeinflussen zu können, dem gehe es oft wirklich gleich besser.

Warum erkranken Großstadt-Menschen häufiger an Depressionen?

Es wurde schon in mehreren Studien untersucht, wie sich das Leben in einer Großstadt auf die Gesundheit auswirkt. Auch Prof. Andreas Meyer-Lindenberg vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit an der Universität Mannheim hat sich mit dem Thema befasst.

"Angsterkrankungen und Depressionen kommen bei Menschen, die in der Stadt leben, etwa 30 bis 40 Prozent häufiger vor", sagt er. Er und sein Team hätten herausgefunden, dass dabei auch die Anonymität eine große Rolle spiele. Viele Menschen würden nicht einmal ihre Nachbarn kennen. Aus diesem Grund seien auch die sozialen Kontakte so wichtig. dpa, AZ

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