Die schottischen Schafe schrumpfen angeblich. Schuld soll einmal mehr der Klimawandel sein.

Paris (AZ) - Der Klimawandel hat nach Einschätzung von Wissenschaftlern dazu geführt, dass Schafe auf den nordschottischen Hebriden über die Jahre «eingelaufen» sind.
Die so genannten Soay-Schafe von der Insel Hirta wachsen nach der Geburt nicht mehr so schnell wie früher, als sie sich noch vor den harten Wintern auf den Äußeren Hebriden schützen mussten, wie Tim Coulson vom Imperial College London und seine Kollegen feststellten. Durchschnittlich hätten sie jährlich 81 Gramm ihres Körpergewichtes eingebüßt und seien im Verlauf der vergangenen 24 Jahre sichtbar geschrumpft.
»Bedingt durch den Klimawandel ist in mehr Monaten des Jahres Gras zum Fressen da, und die Bedingungen zum Überleben sind keine so große Herausforderung mehr», erklärten die britischen Forscher in der US-Fachzeitschrift «Science». Umweltentwicklungen und Vorgänge der Artenentwicklung seien eng miteinander verbunden, auch wenn den Forschern nicht immer klar sei, wozu dies letztlich führe, erklärte Coulson. «Leider ist es zu früh zu sagen, ob eine Erwärmung zu Schafen führen wird, die in eine Tasche passen.»
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: