Freitag, 20. Oktober 2017

06. August 2016 19:00 Uhr

Geburtsmonat

So beeinflusst der Geburtsmonat die Gesundheit

Unser Geburtsmonat beeinflusst laut einer Studie unsere spätere Gesundheit. Diese Monate versprechen wohl ein gesundes Leben.

i

Der Geburtsmonat soll sich auf die Gesundheit auswirken, so Forscher.
Foto: Mascha Brichta/Kj Ah/dpa

Der Geburtsmonat hat einen Einfluss auf das Geburtsgewicht, den Zeitpunkt der Pubertät - und auf die Gesundheit des Menschen in späteren Jahren. Das hat eine britische Studie herausgefunden. Für diese wurden 450.000 Teilnehmer befragt. Die Ergebnisse, die das Medical Research Council der Universität in Cambridge, ausgewertet hat, wurden im Fachmagazin "Heliyon" veröffentlicht. Sie besagen, dass es von Vorteil ist, wenn man in den Sommermonaten geboren ist.

Geburtsmonat und Gesundheit: Sind Sommerkinder gesünder?

Das Team um Dr. John Perry stellte fest, dass Säuglinge, die im Juni, Juli und August geboren worden waren, bei ihrer Geburt etwas schwerer waren - und als Erwachsene ein bisschen größer. Die Pubertät bei Mädchen, die im Sommer zur Welt kamen, setzte zudem später ein. Den Experten zufolge soll sich sowohl das Gewicht bei der Geburt als auch der Beginn der Pubertät auf die Gesundheit auswirken.

ANZEIGE

Eine spätere Pubertät soll ein Zeichen für eine bessere Gesundheit im Erwachsenenalter sein. "Es ist das erste Mal, dass ein Zusammenhang zwischen dem Einsetzen der Pubertät und dem Geburtsmonat nachgewiesen wurde", so Perry.

Die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterkindern soll den Wissenschaftlern zufolge die Sonnenstrahlung verursachen. Sind Schwangere mehr Sonne ausgesetzt, wird die Vitamin-D-Produktion angekurbelt - und das stärkt das Immunsystem.

Einfluss von Vitamin D unterscheidet sich je nach Geburtsmonat

Laut Perry seien aber noch weitere Studien nötig, um die Mechanismen zu verstehen. "Wir denken, dass die Einwirkung von Vitamin D immens wichtig ist und unsere Erkenntnisse hoffentlich weitere Forschungen vorantreiben, die die Langzeiteffekte des Einflusses auf die Pubertät und die spätere Gesundheit aufzeigen." AZ

i