Donnerstag, 20. Juni 2013

14. Juni 2011 10:03 Uhr

Wissenschaft

Studie: Erfolg von Popsongs an Gehirnen von Teenagern ablesbar

Ob ein Popsong das Potenzial zum Megahit hat, lässt sich möglicherweise an den Gehirnen von Teenagern ablesen.

Der britische Musiker Frank Turner.
Foto: Timm Schamberger

Forscher der Emory University im US-Bundesstaat  Georgia wiesen nach eigenen Angaben eine Verbindung zwischen  bestimmten Gehirnaktivitäten bei Jugendlichen und der Beliebtheit  von Musik nach. Die in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins  Journal of Consumer Psychology veröffentlichte Studie geht auf eine  Untersuchung aus dem Jahr 2006 zurück.

Damals hatten sich 27 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren  eine Reihe unbekannter Popsongs angehört, während ihre  Gehirnaktivität mit Hilfe der Kernspintomographie überwacht wurde.  Anschließend mussten die Probanden die ihnen vorgespielten Lieder  bewerten. Drei Jahre später erkannte der Leiter der Studie, Gregory  Berns, einen der ausgewählten Songs in der Casting-Show «American  Idol» wieder - und fragte sich, ob sich der Erfolg hätte  voraussagen lassen.

ANZEIGE

Berns verglich also seine Ergebnisse aus dem Jahr 2006 mit  Liedern, die sich zwischen 2007 und 2010 besonders gut verkauften.  Dabei fiel ihm ein Zusammenhang zwischen Verkaufszahlen und der  Aktivität im ventralen Striatum des Großhirns auf. Mit starker  Aktivität in dieser Gehirnregion konnte den Angaben zufolge  immerhin ein Drittel der erfolgreichen Songs korrekt vorhergesagt  werden. Sprang das ventrale Striatum hingegen überhaupt nicht auf  die Musik an, wurde das Lied in 90 Prozent der Fälle ein Flop. afp

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Schlagworte

Studie | Gehirn | Forscher | Wissenschaft