Es ist die Pille gegen Aids: Ein Expertenausschuss in den USA hat jetzt empfohlen, das Mittel Truvada zuzulassen. Dieses soll gegen HIV-Infektionen schützen.


Mit Truvada-Tabletten wird bereits seit Juni 2007 getestet. Im November 2010 vermeldeten US-Forscher dann ein positives Ergebnis: Das Medikament Truvada könnte die Ansteckungsgefahr mit HIV um knapp die Hälfte senken, hieß es.
Truvada wird - gemeinsam mit anderen Medikamenten - auch in Deutschland zur Behandlung von HIV-Infizierten eingesetzt.
Ein US-Expertenausschuss empfahl jetzt der US-Arznei- und Lebensmittelaufsicht FDA die Zulassung des Medikaments. Nach einer elfstündigen Marathonsitzung und weiteren Anhörungen stimmte eine große Mehrheit der 22 unabhängigen Experten für die Kommerzialisierung der von dem Pharmaunternehmen Gilead Sciences produzierten Anti-Aids-Pille Truvada.
Die FDA hält sich in der Regel an die Empfehlungen der Kommission, auch wenn sie nicht bindend sind.
2010 wurden weltweit 27.116 Fälle von HIV-Infektionen neu diagnostiziert, berichtete das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Dies sei eine Zunahme um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zugleich starben 2010 weltweit 1,8 Millionen Menschen an Aids - 2006 waren es noch 2,2 Millionen. AZ, afp
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