US-Firma will Gesteinsbrocken im Weltall ausbeuten: Mit Roboterraumschiffen sollen wertvolle Metalle auf im Weltall umherfliegenden Gesteinsbrocken abbauen.


Eine US-Firma will Gesteinsbrocken im Weltall ausbeuten: Auf den Asteroiden will das Unternehmen wertvolle Metalle abbauen. Das Unternehmen Planetary Resources, das von prominenten Investoren wie Hollywood-Regisseur James Cameron unterstützt wird, stellte das nach Science Fiction klingende Projekt am Dienstag (Ortszeit) offiziell vor.
Firmen-Mitbegründer Peter Diamandis sagte, er wolle "die Ressourcen des Weltalls für die Menschheit verfügbar machen". Auf rohstoffreichen Asteroiden will er Wasser und wertvolle Mineralien wie Platin, Eisen, Nickel sowie Schwefel abbauen.
Als ersten Schritt will das Unternehmen in den kommenden 18 bis 24 Monaten zunächst ein Teleskop ins All schicken. Es soll erkunden, welche erdnahen Asteroiden überhaupt für das Bergbau-Projekt geeignet sind. Die Firma geht davon aus, auf einem einzigen, 500 Meter großen Asteroiden so viel Platin finden zu können, wie jemals auf der Erde abgebaut wurde.
Aus dem im All geförderten Wasser soll Treibstoff für Raketen entwickelt werden. Dazu wolle die Firma ein "kostengünstiges" Raumschiff bauen, das nacheinander zu mehreren Asteroiden fliegen könne, erklärte der frühere NASA-Astronaut Tom Jones.
Firmen-Chef Diamandis räumte ein, dass das Vorhaben "schwierig" sei. Er hat aber zumindest schon einige namhafte Investoren von seinem Projekt überzeugt: Neben "Titanic"-Regisseur Cameron sind auch die Google-Chefs Larry Page und Eric Schmidt dabei.
Cameron ist schon lange als Fan von gewagten Expeditionen bekannt. Im März war er als erster Mensch allein zum tiefsten Punkt der Weltmeere im Marianengraben im Pazifik getaucht. Bergbau im Weltraum? Vielleicht bald keine Utopie mehr. (afp, AZ)
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