Wetter
Fr.
-9°C
Wetter
Sa.
-8°C

17. Juli 2009 15:07 Uhr

Viele Deutsche erlebten vor 40 Jahren eine lange Mondnacht

Die Mondlandung vor 40 Jahren gilt als das erste globaleFernsehereignis: Rund eine halbe Milliarde Menschen weltweit erlebtenam 20. beziehungsweise 21. Juli 1969 die entscheidenden Stunden derApollo-11-Mission am TV-Schirm mit.

Köln/Mainz (AFP) - Die Mondlandung vor 40 Jahren gilt als das erste globale Fernsehereignis: Rund eine halbe Milliarde Menschen weltweit erlebten am 20. beziehungsweise 21. Juli 1969 die entscheidenden Stunden der Apollo-11-Mission am TV-Schirm mit.

Auch in deutschen Wohnzimmern verfolgten viele Menschen an jenem Sonntag und Montag stundenlange Sendungen von ARD und ZDF aus deren «Apollo-Sonderstudios». Dabei erlebten manche hierzulande eine «lange Mondnacht»: Die Landung der Mondfähre «Eagle» fand am Sonntagabend um 21.17 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt, am frühen Montagmorgen um 03.56 Uhr betrat dann mit Neil Armstrong erstmals ein Mensch einen fremden Himmelskörper.

ANZEIGE


Wer bis zum frühen Morgen des 21. Juli 1969 aufgeblieben war oder als Kind zum Miterleben des historischen Ereignisses von seinen Eltern geweckt wurde, erinnert sich heute an verschwommene Schwarz-Weiß-Bilder, die Armstrong eher schemenhaft beim Hinabsteigen der Aluminiumleiter an der Mondfähre zeigen.


Wieviele Bundesbürger am Fernsehschirm Zeuge dieses historischen Augenblicks wurden, lässt sich nicht genau sagen. Laut ARD hatten aber während des Ausstiegs von Armstrong 1,65 Millionen Haushalte in Deutschland das «Erste» eingeschaltet, das waren damals elf Prozent aller Fernsehhaushalte. Dem ZDF zufolge lag die Sehbeteiligung nach Haushalten über die historische Nacht gesehen zwischen einem und sieben Prozent.


Der für die ARD federführende Westdeutsche Rundfunk sendete damals aus Köln, das ZDF aus Hamburg. Moderatoren im «Ersten» waren unter anderem Günter Siefarth, Ernst von Khuon und Werner Büdeler, der aus unmittelbarer Nähe des NASA-Kontrollzentrums in Houston (US-Bundesstaat Texas) zugeschaltet wurde.


Zu den Präsentatoren der Mondlandung im «Zweiten» zählten Heinrich Schiemann, Werner Stratenschulte und Friedrich Müller. Das «Erste» hatte während seiner insgesamt rund 28-stündigen Live-Berichterstattung von der ersten Mondlandung ein achtköpfiges Expertenkollegium ins Kölner Studio gebeten, das Fragen der Zuschauer beantwortete. Im Verlauf der Sendung nahmen die WDR-Telefonistinnen mehr als 5000 Anrufe entgegen.


Während der TV-Übertragung vom Mond wurden die Zuschauer zweimal Ohrenzeugen historischer Sätze Armstrongs. Nach der Landung der Fähre im «Mare Tranquillitatis» («Meer der Ruhe») meldete der US-Astronaut nach Houston: «Tranquillity Base here, the Eagle has landed» («Hier ist der Stützpunkt im Mare Transquillitatis, der Adler ist gelandet»). Beim Betreten des Mondes sagte Armstrong dann jenen Satz, der in die Geschichtsbücher eingehen sollte: «This is a small step for a man, but a giant leap for mankind» («Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit»).

Artikel kommentieren




Aktuell meist gesucht

Feuerwehr | Augsburg | unfall | faschingsumzug | 2011 | Au