Samstag, 16. Dezember 2017

20. April 2017 06:48 Uhr

Lebenserwartung

Wer ab und zu Joggen geht, lebt bis zu drei Jahre länger

US-Forscher haben herausgefunden, dass Joggen die Lebenserwartung deutlich erhöht. Pro Stunde Laufen gewinnt man statistisch gesehen sieben Jahre Lebenszeit. Was dahinter steckt.

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Für Menschen, die alt werden wollen, lohnt es sich, ab und zu joggen zu gehen. Denn Laufen erhöht die Lebenserwartung wie keine andere Sportart, haben US-Forscher herausgefunden.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Wie keine andere Sportart erhöht Joggen die Lebenserwartung. Das haben Forscher des Cooper-Instituts in Dallas herausgefunden. Dabei ist es egal, ob man für einen Marathon trainiert oder alle zwei Tage für eine halbe Stunde durch den Park trabt. Wer sich für zwei Stunden pro Woche die Laufschuhe schnürt, lebt statistisch gesehen drei Jahre länger. Beim Joggen verliert man also nicht nur überflüssige Kilos, sondern gewinnt auch Lebenszeit dazu.

Vor drei Jahren hatten Forscher des Instituts eine große Menge von Daten aus medizinischen und Fitness-Tests ausgewertet und herausgefunden: Nur fünf Minuten Joggen jeden Tag lassen die Lebenserwartung nach oben schnellen.

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So viel Lebenszeit kann man durch Joggen gewinnen

Statistisch gesehen gewinnt man durch Joggen auch mehr Lebenszeit zurück, als man durch die Dauer des Laufens verliert. Wer zwei Stunden pro Woche Joggen geht, würde innerhalb von 40 Jahren weniger als sechs Monate damit verbringen, aber könnte seine Lebenserwartung um 3,2 Jahre verlängern. Zieht man davon die Zeit ab, die man mit Laufen verbracht hat, bleiben immer noch 2,8 Jahre, die man gewonnen hat.

Eine Stunde Laufen verlängert statistisch gesehen die Lebenserwartung um sieben Stunden, berichten die Wissenschaftler. Natürlich macht Joggen deshalb trotzdem nicht unsterblich, denn mehr als drei Jahre kann man sein Leben damit nicht verlängern, egal wie viel man läuft.

Laufen reduziert Risiko eines frühzeitigen Todes

Aus dieser Studie zum Zusammenhang von Joggen und Lebenserwartung ergaben sich viele neue Fragen, die mit den Ergebnissen, die vergangenen Monat in "Progress in Cardiovascular Disease" veröffentlicht wurde, beantwortet werden sollten. Die Forscher analysierten nicht nur die Daten aus der vorherigen Studie erneut, sondern bezogen auch andere aktuelle Studien zum Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und Lebenserwartung mit ein.

Zusammengenommen zeigten die Daten, dass Joggen, egal wie schnell oder wie weit man läuft, das Risiko eines frühzeitigen Todes um 20 Prozent senkt. Dies trifft sogar zu, wenn die Person raucht, trinkt oder eine lange Geschichte von gesundheitlichen Problemen hat, wie zum Beispiel Übergewicht oder Bluthochdruck. Laufen hilft dem Körper mehr, als ihn schädliche Gewohnheiten beeinträchtigen. la

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