02.08.2018

Den Auftrag für die Verfüllung eines Brunnens in Haunswies, der nicht mehr zur Trinkwassergewinnung dient, hat der Gemeinderat vor zwei Wochen vergeben. Er kam damit einer wasserrechtlichen Anordnung des Landratsamtes nach. Sehr zum Ärger von Joseph Engelschalk. Er hatte darauf verwiesen, dass beim Stadelbrand im Juni in Haunswies das Löschwasser knapp geworden sei. Deshalb argumentierte er vehement gegen die Verfüllung. Ist diese tatsächlich nötig? Die Frage warf am Dienstag Carlos Waldmann auf. Er hatte, wie er berichtete, beim Landratsamt nachgefragt. Ihm zufolge ist es durchaus möglich, den Brunnen zur Löschwasserversorgung zu nützen. Waldmann: „Wenn man angerufen hätte, wäre man vielleicht auf eine Lösung gekommen.“ Das wiederum verwunderte Bürgermeister Markus Winklhofer. Die Verwaltung werde das ganz gewiss klären, darauf könne sich Waldmann verlassen, betonte er.

Ist es nötig, dass Affing Richtlinien aufstellt, wenn irgendwo der Boden aufgegraben wird? Die Verwaltung jedenfalls schlägt ein solches Werk vor, um Baumaßnahmen zu optimieren und einen verbindlichen Leitfaden für Firmen zu haben. Anlass sind die geplanten Arbeiten zum Breitbandausbau. Da stehen laut Verwaltungschef Tilo Leister fast 150 Grabungen an und „wir müssen bei jedem Einzelnen hinschauen“. Winklhofer betonte, feste Spielregeln seien effektiver und rationeller für die Verwaltung. Joseph Engelschalk, dessen Unternehmen immer wieder Aufträge für die Gemeinde übernimmt, betonte: „Wir haben bis jetzt immer aufgegraben und es hat noch nie Schwierigkeiten gegeben.“ Andreas Widmann, dessen Firma ebenfalls in der Gemeinde tätig ist, sah eine „gewisse Notwendigkeit“. Wo nichts geregelt sei, gebe es Wildwuchs. Er warnte aber davor, das Thema zu überzüchten. Winklhofer schlug vor, die Richtlinien mit Unterstützung der beiden Fachleute zu überarbeiten und dann im Gemeinderat zu diskutieren. Damit waren alle einverstanden.

Josef Schmid kritisierte, dass eine von vier Wohnungen im renovierten Gemeindehaus Anwalting noch unvermietet ist. Die Gemeinde habe schon eine Monatsmiete von 650 Euro verloren. Winklhofer begründet, die selbst auferlegten Kriterien, wie Mieter aus dem Gemeindegebiet, seien nicht ohne Weiteres zu erfüllen. Er betonte aber: „Wir sind an einer Lösung dran.“ Nachträglich genehmigte der Rat das Angebot der Firma Busch für die Außenanlagen, darunter Fahrradständer, in Höhe von rund 4500 Euro. (jca)

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