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Bürgerversammlung

03.03.2015

1,6 Millionen Euro für Gewerbeflächen

Auch über den Internetausbau wird im Feuerwehrheim im Hollenbacher Ortsteil Motzenhofen länger gesprochen. Zur Verlegung der Glasfaserkabel müssen Gehwege aufgerissen werden

In Motzenhofen findet die Bürgerversammlung stets am Sonntagabend statt. Standard ist dabei auch, dass der Schulungsraum der Feuerwehr kaum ausreicht, um allen Besuchern Platz zu bieten. So war es auch diesmal, als Franz Xaver Ziegler als neuer Bürgermeister seine „Premiere dahoam“ erlebte. 40 Frauen und Männer informierten sich über das lokale Geschehen aus erster Hand. Zwei Themen lagen ihnen besonders am Herzen: die Erweiterung des Gewerbegebietes und der Ausbau der Internetverbindungen.

Die Erschließung der neuen Gewerbeflächen in diesem Ort erfordert eine große Summe Geld, die die Gemeinde vorstrecken muss, ehe am Ende die Käufer der Flächen anteilmäßig zur Kasse gebeten werden. Laut Ziegler wird der Straßenbau nach derzeitigen Berechnungen 895000 Euro kosten, für den Kanalbau sind weitere 693000 Euro erforderlich. Diese Beträge gelten für die komplette Maßnahme, also links und rechts der Straße nach Sainbach.

Der Kinderspielplatz bleibt erhalten, er befindet sich aber nach übereinstimmenden Aussagen in keinem guten Zustand. In absehbarer Zeit soll er hergerichtet werden. Therese Isele-Juraske regte an, es sollte sich eine Initiativgruppe aus Eltern bilden. Der Bürgermeister deutete an, dass es dazu bereits Überlegungen gibt. Bei dieser Versammlung wurde im Laufe der vergangenen Jahre wiederholt die Forderung laut, man sollte das Tempo der Verkehrsteilnehmer von Westen her auf der Staatsstraße reduzieren. Nun ist vorgesehen, dass an der Abbiegespur in Richtung Sainbach ein Schild aufgestellt wird, das maximal 70 km/h erlaubt. Außerdem könnte in einiger Zeit das Ortsschild dort postiert werden, wo dann die beidseitige Bebauung beginnt.

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Bis zum Jahresende verfügen die Haushalte in Motzenhofen und Mainbach über einen Internetanschluss mit mindestens 30Mbit/Sekunde. So sehen es die vertraglichen Vereinbarungen vor. Dazu muss ein Teil der Gehwege in Motzenhofen aufgerissen werden, damit die Glasfaserkabel verlegt werden können. Alois Lechner, ehemaliges Mitglied im Gemeinderat, blickte einige Jahre zurück: „Wir haben uns damals eingesetzt dafür, dass Leerrohre verlegt werden. Wir waren aber in der Minderheit.“ Nun plädierte er dafür, den Gehweg nicht nur halb aufzureißen. Beim Bürgermeister stieß er damit auf Zustimmung.

Die Deutsche Telekom, die im Laufe der nächsten Monate die Arbeiten ausführen wird, hat zwischen Motzenhofen und Mainbach bereits Rohre verlegt. Die Anzahl der Hausanschlüsse ist nicht limitiert. Für sie entstehen nur dann Kosten, wenn eine Privatperson vom Verteilerkasten zu ihrem Haus ein Glasfaserkabel verlegen lassen will.

Wie lange die Asylbewerber in der Gemeinde leben werden, darüber konnte der Bürgermeister keine Angaben machen: „Über jeden Fall wird einzeln entschieden.“ Es gebe keine Grenze, wie viele Menschen aus fremden Ländern in einer Gemeinde maximal unterzubringen sind.

Was geschieht auf dem ehemaligen Grünbeckgelände? Laut Ziegler befinden sich dort eine Autowerkstatt und eine Autoverwertung.

Über den Zustand der Feldwege wird sich der zuständige Ausschuss bei einer Rundfahrt am 14. März erkundigen.

Bei der Kläranlage befindet sich eine Brücke, die als marode bezeichnet wurde. Franz Xaver Ziegler will nun abklären lassen, ob man die gewünschte Beschränkung auf eine maximale Last von 7,5 Tonnen aus rechtlicher Sicht veranlassen kann.

Einmal mehr wurde über die Aktivitäten der Biber geklagt. Und in der Kornfeldstraße fühlt sich ein Teilnehmer an dieser Bürgerversammlung durch die Hinterlassenschaften von Hunden belästigt.

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