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Betreuung

16.11.2018

1000 Menschen im Kreis werden betreut

Veranstalter und Referenten beim Informationstag zum Betreuungsrecht: (von links) Petra Schlehhuber (BRK), Peter Fröschl (Landratsamt), Gertrud Manlik-Thierauf (Landratsamt), Christina Rybka-Doll (Caritas), Simone Hiltner (BRK), Elena Peter (Caritas), Josefine Miesl (Amtsgericht), Birgit Förch (Landratsamt).
Bild: Teresa Wörle

Der Arbeitskreis Begegnen-Begleiten-Betreuen informiert über Rechte und Pflichten eines Betreuers. Für 2019 ist ein umfangreiches Fortbildungsprogramm im Landkreis geplant

Wer durch Krankheit oder Unfall seine erforderlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, benötigt einen gesetzlichen Vertreter. Ein automatisches Vertretungsrecht der Angehörigen gibt es nicht. Sollte man in gesunden Tagen nicht selbst durch eine Vorsorgevollmacht für diesen Fall vorgesorgt haben, muss ein sogenannter rechtlicher Betreuer bestellt werden. Im Landkreis bestehen laut einer Mitteilung des Landratsamtes derzeit für rund 1000 Personen rechtliche Betreuungen. Ein Großteil davon wird von Familienangehörigen geführt oder aber von Menschen, die, weder verwandt noch verschwägert, diese Aufgabe im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements übernehmen. Nicht immer ist es jedoch möglich, einen ehrenamtlich tätigen Betreuer zu bestellen. In diesen Fällen wird die rechtliche Betreuung dann von Vereins- oder Berufsbetreuern übernommen. Die Aufgaben von rechtlichen Betreuern sind sehr umfassend und komplex, es müssen viele Gesetze und Vorschriften beachtet werden.

Um die vom Betreuungsgericht bestellten Betreuer bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen, wird jährlich im November ein Informationstag zum Betreuungsrecht angeboten. Dieser wird veranstaltet vom Arbeitskreis Begegnen-Begleiten-Betreuen – kurz BBB – bestehend aus der Betreuungsstelle des Landratsamtes sowie den Betreuungsvereinen des Bayerischen Roten Kreuzes und des Caritasverbandes. Auch heuer informierten sich 40 Personen zu den Rechten und Pflichten eines rechtlichen Betreuers.

Dabei wurde durch ein Rollenspiel in das Thema eingeführt. Durch verschiedene Vorträge der Veranstalter wurden Wesen und Verfahren im Betreuungsrecht dargestellt. Anhand einer Checkliste erhielten die Teilnehmer ganz praktische Hilfe dazu, wie man am besten als Betreuer an die ganze Sache herangeht. Die Rechtspflegerin des Betreuungsgerichtes am Amtsgericht in Aichach, Josefine Miesl, erläuterte zahlreiche Details zu Fragen in den Bereichen „Jahresbericht“, „Abrechnung mit dem Betreuungsgericht“ und „Genehmigungspflicht verschiedener Rechtsgeschäfte“.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Infomappe mit wichtigen Broschüren, Adressen und Ausführungen zu den einzelnen Themenschwerpunkten. Viele Fragen aus den Reihen des Publikums zeigten, dass bei dieser komplexen Angelegenheit nach wie vor Unklarheiten bestehen und deshalb aufklärende Veranstaltungen zum Betreuungsrecht und insbesondere auch zu dessen Alternative, der Vorsorgevollmacht, unbedingt erforderlich sind. Aus diesem Grund wird auch 2019 vom Arbeitskreis BBB wieder ein umfangreiches Fortbildungsprogramm im Kreis angeboten. (AN)

Das vollständige Jahresprogramm ist auf der Internetseite des Landratsamtes zu finden (www.lra-aic-fdb.de). Unter dem Suchbegriff „Begegnen-Begleiten-Betreuen“ kann es heruntergeladen werden. Das Programmheft liegt ab Dezember vor. Interessierte erhalten bei der Betreuungsstelle des Landratsamtes unter der Telefonnummer 08251/92 266 nähere Informationen.

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