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Theater

26.07.2018

12400 Zuschauer sehen „Robin Hood“ in Schiltberg

Über 12 000 Zuschauer wollten das Stück „Robin Hood" im Hofberg-Freilichttheater in Schiltberg sehen.
Bild: Erich Echter

Der Hofberg-Theaterverein beendet seine Saison nach 15 Vorstellungen und freut sich über noch mehr Besucher als erhofft. Erst am letzten Abend kommt der Regen.

Mitten in der Vorstellung am vergangenen Samstag setzt strömender Regen ein. Die Darsteller auf der Freilichtbühne in Schiltberg werfen sich nervöse Blicke zu: Sollen sie weiterspielen? Oder doch lieber abbrechen? Es ist die letzte Aufführung in dieser Saison, das Finale. Also bringen sie ihn auch zu Ende, den „Robin Hood“. Die knapp 800 Zuschauer wickeln sich in die Regenponchos ein, die der Verein vorher noch kostenlos verteilt hat. Und die meisten von ihnen bleiben dann auch bis zum Schluss, obwohl der Regen an dem Abend nicht mehr nachlässt. „Das Publikum war recht gut drauf“, bringt es Martina Hartl ein paar Tage später auf den Punkt. Sie ist die Pressebeauftragte des Hofberg-Freilichttheatervereins.

Martina Hartl freut sich, so wie auch alle anderen Vereinsmitglieder. Denn trotz dieses Wolkenbruchs zum Abschluss sei die Saison sehr gut gelaufen für den Verein: Genau 12398 Zuschauer haben das Stück „Robin Hood“ auf dem Hofberg gesehen. Das Ziel seien 10000 gewesen: „Alles darüber ist für uns top.“ Von Mitte Juni an gaben die Darsteller insgesamt 15 Vorstellungen, sieben davon waren ausverkauft. Einmal habe man sogar Stühle dazugestellt, weil so viele Besucher an der Abendkasse noch Karten gekauft hätten.

Bis aufs letzte Mal spielte das Wetter dem Bühnen-Team auch gut in die Karten: Es war nicht zu heiß und nicht zu kalt, sagt Martina Hartl. Ein einziges Mal wurde das Stück während eines Regenschauers unterbrochen, konnte dann aber wieder aufgenommen werden.

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Stoff zog wohl viele Zuschauer an

Doch waren es nicht nur die äußeren Umstände, die gepasst haben. Martina Hartl glaubt, dass auch der Stoff viele Zuschauer angezogen hat, zumal jüngere – vielleicht sogar mehr als bei früheren Aufführungen in Schiltberg. „Robin Hood ist einfach ein Name“, sagt sie. Jeder kennt ihn aus Filmen und Balladen, den Vogelfreien aus dem Sherwood Forest, der den Reichen stiehlt und den Armen gibt. Da wollte der eine oder andere sicher gerne sehen, was der Hofberg-Freilichttheaterverein daraus gemacht hat. Für das Stück der beiden Regisseure Hans und Afra Kriss gab es denn auch fast durchweg positive Rückmeldungen von den Zuschauern.

Beliebt war etwa die Figur des Bruders Tuck, weiß Hartl. Besonders gut seien auch die Massenszenen angekommen, bei denen bis zu 80 Menschen gleichzeitig auf der Bühne standen: „Da war was los, da hat sich was bewegt.“ Lob gab es zudem für die drei Pferde, die bei den Reitszenen im Einsatz waren. Das hätten sich die Fans der Freilichtbühne schon lange gewünscht, sagt die 33-Jährige. Eigentlich sollten sogar vier Tiere mitmachen. Einer der Reiter aber war wie berichtet bei der Generalprobe vom Pferd gestürzt. Er fiel dann die komplette Saison aus. Inzwischen sei er auf dem Weg der Besserung, sagt Hartl.

Nach der Regentaufe gab es Sekt

Alle anderen Schauspieler konnten ihre Rollen bis zuletzt spielen. Und sie hatten Spaß dabei. Das habe sich dann auch am vergangenen Samstag gezeigt, wie Martina Hartl verrät: Nass kamen die Schauspieler nach der verregneten Aufführung hinter der Bühne zusammen und stießen mit Sekt an. Als Dankeschön gab’s für jedes Vereinsmitglied eine Sonnenblume. Ein emotionaler Moment. „Da sind die Tränen geflossen, es gab viele wehmütige Blicke.“

Denn erst in drei Jahren ist es wieder soweit: Erst dann zeigt der Verein das nächste Stück auf dem Hofberg. Welches das ist, das steht noch in den Sternen. Erst einmal finden Vereins-Neuwahlen im kommenden Jahr statt. Und bis dahin ist auch noch eine Menge zu tun. Am Samstag beginnen laut Hartl die Aufräumarbeiten, dann wird zunächst die Bühnentechnik abgebaut. Wie lange die gesamte Kulisse stehen bleibt, ist allerdings noch offen. Die Mitglieder sehen nun die Requisiten durch, reinigen die Kostüme und verstauen sie. „Aber nicht zu weit weg“, sagt die 33-Jährige. Denn bald können zumindest die Ritter-Kostüme wieder ausgepackt werden: Wenn Aichach im September zu den Mittelalterlichen Markttagen einlädt, sind die Ritter des Theatervereins mit dabei.

Das ganze Hofberg-Ensemble kommt dann auch im November noch einmal zusammen: zu einer großen Abschlussfeier der diesjährigen Robin-Hood-Saison.

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