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Aichach-Friedberg

07.03.2017

130000 Euro Zuschüsse in zehn Jahren für Schullandheim-Aufenthalte

Auch eine Beteiligung am Schullandheim in Stoffenried (Kreis Günzburg) stand zur Debatte.
Bild: Archivfoto: Bernhard Weizenegger

Bei der Gründung des Schullandheim-Vereins ging es um den Bau eines eigenen Hauses, heute geht es um Zuschüsse für Schullandheimaufenthalte.

Wie sehr sich die Rahmenbedingungen für die Schulen ändern, lässt sich auch an den gewandelten Schwerpunkten des Schullandheimvereins im Landkreis ablesen. Der wählt am Mittwoch auf seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand.

Stand bei der Vereinsgründung 1995 noch die Errichtung eines eigenen Hauses im Fokus, steht heute die Bezuschussung von Schullandheimaufenthalten im Mittelpunkt. Damals, so erinnert sich Gründungsvorsitzender und Initiator Altlandrat Christian Knauer, waren die Schullandheime weitgehend ausgebucht. Wartezeiten waren keine Seltenheit und solche Aufenthalte pädagogisch sehr begehrt. Zwischenzeitlich gibt es modernste Jugendherbergen, preiswerte Hostels und privat oder kirchlich geführte Einrichtungen, die um Besucher kämpfen, in nahezu allen Städten und Regionen.

Der Verein hat aber laut Knauer die Zeichen der Zeit erkannt. Dabei war man an der Realisierung des ursprünglichen Ziels schon nahe dran. Im Fokus standen einst das aufgelassene Kapuzinerkloster Maria Birnbaum in Sielenbach, die alte Brauerei in Obergriesbach, auch eine Beteiligung am Schullandheim Stoffenried wurde diskutiert. Vor allem Affings Altbürgermeister Helmut Tränkl hatte sich in seiner zwölfjährigen Amtszeit als Vorsitzender diesem Thema mit Elan angenommen und im November 2003 bereits einen positiven Grundsatzbeschluss für eine Umgestaltung des alten Schulhauses in Hohenaltheim (Landkreis Donau-Ries) erwirkt.

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2003 kam die „kalte Dusche“

Doch dann kam 2003 die „kalte Dusche“ aus dem Kultusministerium. Dieses riet dringend, mit dem Umbau in ein Schullandheim zu warten, da die rückläufige Entwicklung der Aufenthalte landesweit bereits zur Schließung bestehender Heime geführt habe. Im Juni 2006 änderte der Verein die Satzung und erklärte die Förderung von Schullandheimaufenthalten zum künftigen Schwerpunkt. Gleichzeitig wurden die Mitgliedsbeiträge der neuen Situation angepasst und abgesenkt. Die Erträge aus dem „Grundstockvermögen“ deckten in den ersten Jahren auch die Fördersummen. Seit geraumer Zeit muss aufgrund mangelnder Zinserträge dieses nunmehr Jahr für Jahr leicht angegriffen werden. Dennoch, so Geschäftsführerin Claudia Faßnacht, reichten die Mittel für die nächsten Jahrzehnte.

Dass Schüler und Eltern enorm vom Verein profitieren, darauf weist Vereinsvorsitzender Bürgermeister Josef Schreier aus Schiltberg hin. So wurden von 2006 bis 2016 130000 Euro an Zuschüssen gewährt. Allein im vergangenen Jahr kamen 1756 Schüler und 17 Begleitpersonen (keine Lehrer) in den Genuss der Unterstützung. Derzeit erhalten die Klassen auf Antrag bei vier Übernachtungen zwölf Euro pro Schüler, bei drei zehn Euro, bei zwei acht Euro und bei einer Übernachtung sechs Euro. Für die Begleitpersonen stellt der Verein 25 beziehungsweise 50 Euro zur Verfügung.

Hinter diesen „guten Taten“ steht ehrenamtlicher Einsatz. Dem derzeitigen Vorstand gehört neben Schreier Altlandrat Christian Knauer als Stellvertreter, Marlon Dreier als Kassierin, Rektor Helmut Lenz als Schriftführer und Helmut Tränkl, die Bürgermeister Tomas Zinnecker (Aindling) und Josef Schwegler (Obergriesbach), Kreisrat Karl-Heinz Schindler und der frühere Schulamtsdirektor Alois Lechner an. Als Kassenprüfer fungieren Rainer Genswürger und Franz Schmaus. (AN)

Termin Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen findet am Mittwoch, um 18 Uhr im großen Besprechungsraum des Landratsamtes in Aichach statt.

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