Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. 137 Gläubige ziehen betend durch Aichach-Nord

Kirche

16.05.2015

137 Gläubige ziehen betend durch Aichach-Nord

Der Flurumgang führte auch durch das Wohngebiet in der Vivaldi-Straße. Die Gläubigen beteten und sangen, damit Gottes Segen alle erreiche.
Bild: Bernhard Gattner

Erstmals seit Langem gibt es in diesem Stadtteil einen Flurumgang. Initiiert haben das drei Anwohner

Auf dem Land kennt man Flurumgänge. Gläubige gehen betend und singend durch ihr Dorf und über die Fluren, um Gottes Segen zu erbitten. Nun fand seit langer Zeit erstmals wieder ein Flurumgang im Stadtgebiet Aichachs statt. 137 Mädchen und Buben, Frauen und Männer in unterschiedlichem Alter trafen sich bei der Grundschule Nord.

Die Anregung dazu kam von Matthias Hartung und seiner Frau Mathilde wie auch von Stefan Dorn. Beide Männer sind auch Mitglied im Pfarrgemeinderat und wohnen mit ihren Familien in Aichach-Nord. „Wir wohnen und leben hier als Christen. Wir wollten auf diese Weise den Segen Gottes für unseren Stadtteil erbitten“, erklärt Hartung. Stadtpfarrer Herbert Gugler griff diese Idee sehr gerne auf. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir als Christen und als Kirche bei den Menschen sein wollen.“

An vier Stationen, die an die vier Himmelsrichtungen und damit an die Allgegenwärtigkeit Gottes erinnern sollen, beteten und sangen die Gläubigen für die Kinder, die Familien, die Kranken, Schwachen, Alten, Behinderten und Bedürftigen wie auch für den Erhalt der Natur. Die Ehepaare Hartung und Dorn begleiteten den Gesang mit Gitarre und Querflöte. Die Prozession zog von der Grundschule Aichach-Nord über die Vivaldi-Straße bis zum Spielplatz Am Finkenschlag, und von dort Richtung Richard-Wagner-Straße über die Josef-Haydn-Straße wieder zurück zur Grundschule. An der dritten Station in der Richard-Wagner-Straße auf der Rückseite der Ulrichswerkstätten Aichach brachte Hartung die christliche Überzeugung zum Ausdruck, dass die Würde des Menschen nicht von seiner Leistung abhänge. „Der Mensch ist Abbild Gottes, egal ob klein oder groß, krank oder alt, schwach, behindert oder hilfsbedürftig.“

Birgit Aidelsburger, die ebenfalls in Aichach-Nord lebt, sagte: „Ich find’s schön und gut, dass es nun auch einen Flurumgang in der Stadt gibt.“ Und Stadtpfarrer Gugler? Der denkt schon darüber nach, auch in anderen Stadtteilen solch einen Flurumgang anzubieten. „Warum nicht?“ (AN)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren