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Sitzung

03.08.2018

17 Bauplätze in Echsheim in Aussicht

Nach vielen Gesprächen scheinen sich die Gemeinde und ein benachbarter Grundstückseigentümer einig zu sein

Was lange währt, scheint endlich gut zu werden. Im Pöttmeser Ortsteil Echsheim sollen 17 Bauplätze entstehen. Der Pöttmeser Marktgemeinderat fasste einstimmig den Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan „Nähe Badanger“. Dieser soll nun ein weiteres Mal öffentlich ausgelegt werden. Bereits im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit waren zahlreiche Stellungnahmen eingegangen, die Planer Hans Brugger in der Sitzung vortrug. Sie wurden in den Bebauungsplan eingearbeitet.

Die Sache hat eine lange Vorgeschichte. Denn die Pläne der Gemeinde vertrugen sich nicht mit denen eines benachbarten Landwirts, der nur zwei Monate nach dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan einen Bauantrag einreichte. Diesem zufolge wollte er auf dem nördlich angrenzenden Grundstück einen neuen Jungvieh-Laufstall und eine offene Güllegrube bauen – und zwar am südlichen Rand seines Areals in unmittelbarer Nähe zur geplanten Wohnbebauung. Die Gemeinde zog einen Fachanwalt hinzu und versuchte nach Kräften, das Baugebiet und die nach Baugesetzbuch privilegierten Tierhaltungsprojekte im Außenbereich unter einen Hut zu bringen. Im Zuge der weiteren Gespräche brachte der Landwirt eine Gesamtaussiedlung der Hofstelle mit 213 Großvieheinheiten, Wohngebäude, Maschinenhalle, Milchvieh-Offenstall, Fahrsilos, Güllegrube und Misthaufen ins Spiel. Auch diese Option wurde im Bebauungsplan berücksichtigt. Immissionsschutztechnische Untersuchungen ergaben, dass aus Geruchsgründen zwischen Wohnhäusern und emissionsträchtigen Anlagen mindestens 55 Meter Abstand bestehen müssen. Aus rechtlichen Gründen veränderte der Gemeinderat den Geltungsbereich der Veränderungssperre.

Planer Brugger betonte, er sehe den Bebauungsplan nicht als Einschränkung für den Landwirt; er gebe ihm vielmehr „ein ganz großes Maß an Sicherheit, wie es mit dem Betrieb weitergeht“.

CSU-Fraktionssprecher Mirko Ketz, selbst aus Echsheim, dankte allen Beteiligten für ihre Kompromissbereitschaft. Er sei froh, dass die Gemeinde keinen langen, teuren Rechtsweg gehen müsse. „Wir hoffen, dass der Bebauungsplan ohne große Einsprüche durchgeht und dass wir den jungen Leuten etwas anbieten können, wo sie sich ansiedeln können.“ Bei den Bürgerversammlungen in Echsheim waren wiederholt fehlende Bauplätze thematisiert worden. (nsi)

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