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Bauen

10.10.2019

20 neue Wohnungen auf der Rabl-Wiese mitten in Aichach

An der Oskar-von-Miller-Straße in Aichach, auf der Rabl-Wiese, soll eine Wohnanlage gebaut werden.
Bild: Erich Echter

Der Aichacher Bauausschuss stimmt der dreistöckigen Wohnanlage zu, aber nur wenn eine Wasserrückhaltefläche entsteht. Die Wiese liegt im Überschwemmungsgebiet.

Auf der Rabl-Wiese soll eine Wohnanlage gebaut werden. Mit dem Bauantrag befasste sich der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats am Dienstagabend. 20 Wohnungen sollen in dem dreistöckigen, 51 Meter langen und 13 Meter breiten Gebäude mit Tiefgarage entstehen.

Pläne, die freie Fläche mitten in der Stadt zu bebauen, gibt es seit Jahrzehnten. Das Problem war der Hochwasserschutz. Die Wiese östlich und westlich der Wilhelm-Wernseher-Straße liegt faktisch im Überschwemmungsgebiet. Mit einer Bebauungsplanänderung hat der Stadtrat den Weg für die jetzt geplante Bebauung frei gemacht. Ebenso wie bei der ebenfalls bereits beantragten Erweiterung des Einkaufsmarkts Norma im Norden der Fläche muss aber vorher wie berichtet zwingend durch Abgrabungen eine Wasserrückhaltefläche (Retentionsraum) auf dem Grundstück geschaffen werden.

Gegen den Bauantrag an sich gab es keine Einwände. Laut Bauamtsleiterin Carola Küspert entspricht er dem Bebauungsplan. Lediglich die Balkone sollen etwas größer werden. Dieser Ausnahme stimmte der Ausschuss zu.

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Ausnahme für ein Wohnhaus in Aichach

Diskussionsstoff bot ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus am Ecknacher Weg in Aichach. Nach der für das Grundstück gültigen Ortsrandsatzung sind dort nur einstöckige Häuser mit Dachgeschoss möglich, die Firstrichtung ist vorgeschrieben. Ein Bauwerber will nun aber ein Haus mit zwei Vollgeschossen und Walmdach bauen. Weil durch diese Abweichungen die Grundzüge der Planung berührt sind, war der Rat der Verwaltung, dem Bauantrag nicht zuzustimmen.

Georg Robert Jung (FWG) sah das anders. In der näheren Umgebung gebe es bereits ähnliche Gebäude, unter anderem auf dem Grundstück, wegen dem die Ortsrandsatzung aufgestellt wurde. Das bestätigte Ulrich Egger vom Bauamt. Er wies aber daraufhin, dass (ausschließlich) für das angesprochene Grundstück die Ortsrandsatzung geändert wurde. „Dann muss der auch zweigeschossig bauen dürfen“, schloss Jung daraus mit Blick auf den aktuellen Bauantrag. Auch Magdalena Federlin (Grüne) wollte zustimmen, weil auf diese Art der Grund besser ausgenutzt und kostbarer Wohnraum geschaffen wird. Bürgermeister Klaus Habermann sah wenig Aussicht, dass das Landratsamt als Genehmigungsbehörde dem zustimmt. Der Bauwerber verliere so vielleicht unnötig Zeit. Kristina Kolb-Djoka (SPD) plädierte dafür, den Antrag abzulehnen und dann die Ortsrandsatzung zu ändern. Jung war dafür, dem Antrag zuzustimmen und zu signalisieren, dass man bereit wäre, die Ortsrandsatzung zu ändern, sollte das Landratsamt anderer Meinung sein. Dem schloss sich mit 8:4 die Mehrheit im Bauausschuss an.

Ja zu Wohnhaus in Oberbernbach

Unproblematisch war dagegen eine Bauvoranfrage für ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit Flachdach an der Blumenstraße 6 in Oberbernbach, für das ein Grundstück geteilt wird. Der Bauausschuss erteilte einstimmig sein Einvernehmen.

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